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Fußball Schweiz: Zürich ist Meister![]() ReTweet! ![]() Der FC Basel startete mit einer guten Ausgangslage in die Partie gegen Zürich. Ein Unentschieden hätte für den Rekordmeister zum vierten Meistertitel in Folge gereicht, doch die Zürcher erkämpften sich in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel den „goldenen Kübel”. Um 17.45 Uhr eröffnete Schiedsrichter Busacca den Showdown der aktuellen Fußballsaison. Um jeden Ball wurde gekämpft, Räume gegenseitig eng gemacht, so dass zur Hälfte der ersten Halbzeit kaum Torchancen zu vermerken waren. Für Gesprächsstoff sorgte dafür das Verletzungspech des FC Zürichs: Nach nur 15 Sekunden verletzte sich Cesar in einem Kopfballduell mit Reto Zanni. In der 28. Minute fiel mit Rafael eine weitere Zürcher Offensivkraft aus (Oberschenkelzerrung). Es darf als Glück im Unglück bezeichnet werden, dass die beiden eingewechselten Spieler Alphonse und Nef nur zwei Minuten danach das Zürcher Führungstor vorbereiteten. Keita brachte den Ball nach einer Flanke Nefs aus kurzer Distanz ins Tor. Basel startete trotz Heimvorteil und entgegen den Zürcher Befürchtungen verhalten in die Schlacht um den Meistertitel: Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Basel vereinzelt zu Chancen. Während am Spielfeldrand ein riesiges Aufgebot an Sicherheitsleuten auflief, versuchte Zürich zu reagieren. Es gelang den Zürchern nicht - fast nicht - das Siegestor zu schießen. In der 93. Minute, eine halbe Minute vor Ende, hatten sich alle schon mit dem Basler Meistertitel zufrieden gegeben. Doch Sekunden vor dem Schlusspfiff flankte Florian Stahel und Verteidiger Filipescu schob den Ball aus sieben Metern meisterlich über die Linie. Zürich wurde dank einem Lucky Punch in letzter Sekunde glücklicher Meister. Die Szenen nach Spielende sind der Partie nicht würdig und beschreiben eine dunkle Seite des Schweizer Fußballs: Aus dem Basler Sektor flogen Leuchtpetarden in Richtung der Zürcher Spieler, nur wenige konnten sich in die Katakomben retten. Einige hundert Sicherheitskräfte stellten sich den Basler Hooligans auf dem Spielfeld entgegen, aber nicht einmal Gummischrot hielt die gewalttätigen „Fans” auf. Nach einer Fußballschlacht folgte eine Schlacht mit Krawallen, Rauch und Gewalt. Mit grosser Verspätung fand dann doch noch die Pokalübergabe statt. Gerüchten zufolge soll es jedoch auf der Straße zu weiteren Zwischenfällen gekommen sein. Der Straßenbahnbetrieb wurde eingestellt, der ganze Bereich um das Basler Stadion St. Jakobspark ist von einer Tränengaswolke verhüllt. Wer konnte, flüchtete sich ins Stadion zurück. Laut Basler Stadtpolizei zurzeit der sicherste Ort. Obwohl diese Ereignisse keine gute Werbung für die Fußball-EM 08 im eigenen Lande ist: Man sollte von solchen Krawallmachern absehen und sich über den glücklichen, aber nicht unverdienten Meistersieg des FC Zürichs freuen. |