Studie bescheinigt Gamern Fitness von 60-jährigem Kettenraucher

Spiele   Admin Xeco    08.6.2010, 17:33 Uhr  

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Eine Studie, die Computerspieler mit internationalen Athleten verglichen hat, hat nun herausgefunden, dass Gamer die körperliche Fitness eines 60 Jahre alten Kettenrauchers aufweisen. Sie besäßen jedoch die Reaktionsfähigkeit eines Kampfpiloten, so die Ergebnisse der Studie.

Mit physischen und psychologischen Tests sollte herausgefunden werden, ob Computerspielen als Sport bezeichnet werden kann.

Kommentare/Trackbacks lesen

1) BPhoenix schrieb am 08.6.2010 um 17:58 Uhr:

Ich bin der Meinung wenn man Schach, Rennfahren das im Artikel genannte Dart werfen und ähnliches als Sport bezeichnet und sich dort niemand darüber wundern dann ist es das Computerspielen auf jeden Fall!

Meiner Meinung ist die Ausdauer beim rennen oder die Kraft etwas zu heben keine notwendigen Punkte für einen Sport denn das würden die oben genannten Sportarten auch nicht haben und wenn man Sport nur darauf beschränken würde, würden sehr viele Sportarten darunter fallen die das nicht mehr erfüllen.

Sport ist viel eher, dass man sein können (welches auch immer) messen kann und dass das ganze (egal ob physisch oder psychisch) anstrengend ist, wenn man es auf hohem Niveau macht. Genau das trifft eben auch auf Computerspiele zu, so wie auf alle anderen Sportarten!

2) lordnikon schrieb am 08.6.2010 um 20:56 Uhr:

Also für mich ist Sport etwas, was einen körperlich anstrengt. Also Fahrrad fahren, joggen, Judo, Baseball spielen und all sowas. Schach oder Gamen ist für mich alles andere als ein Sport. Wenn das doch gezählt wird, wo sind denn dann die Grenzen? Dann ist auch fotografieren ein Sport und lernen und Briefmarken sammeln und Stifte nach der farbe sortieren, ach am besten nennem wir einfach alles Soprt und dann ist es entlich zu ende mit der Diskussion=).

3) BPhoenix schrieb am 10.6.2010 um 18:57 Uhr:

Dann ist für dich Autorennfahren also kein Sport? Dann ist Dart werfen also kein Sport? Dann ist Fischen und jagen (die Zeit wo man seiner Beute wirklich hinterherjagte sind lange vorbei) auch kein Sport (unabhängig von irgendwelchen ethischen Einwänden)? Dann ist reiten kein Sport? Dann ist also Wettschießen kein Sport? Dann ist Bob fahren kein Sport? Dann ist Fallschirmspringen kein Sport (fallen kann jeder ohne sich groß Körperlich anzustrengen)? Ja selbst Skifahren könnte man dann als Sport in Frage stellen, da man schließlich nur auf Skien steht und den größten Teil die Hangabtriebskraft erledigt!

Nein Sport ist mehr als nur hirnloses anspannen von Muskeln! Sport ist Wettkampf und das Messen von Können unabhängig davon mit welchen Mitteln es gemacht wird, meines Wissens hat auch die ursprüngliche Bedeutung des Wortes absolut nichts mit dem hirnlosen anstrengen von Muskeln zu tun, denn dafür gibt es schon einen Begriff: "körperliche Betätigung"! Frag mal einen Profisportler (z.B. Boxer), der wird dir auch sagen, dass sich das meiste nicht in den Muskeln sondern im Kopf abspielt und dass diesen zu trainieren eine der wichtigsten und schwierigsten Dinge ist!

Genau das (Wettbewerb und Training egal ob physisch oder psychisch) trifft eben auch auf nicht direkt körperlich anstrengende Sportarten zu! Übrigens ist das Computerspielen auf Profi Niveau sogar auch körperlich anstrengend, denn der Körper steht dabei unter besonders starkem Stress! Natürlich macht das einen nicht nicht sofort fitter beim Absolvieren eines Marathons, aber wenn man z.B. seine Muskeln der Arme trainiert (z.B. Ruderboot fahren), wird man dadurch auch nicht automatisch ein schnellerer Läufer und umgekehrt!

Fotografieren ist kein Sport, da es dort keinen richtigen Wettbewerb geben kann, weil es keine "echten" Regeln gibt nach denen etwas bewertet wird, die aber eben für einen Wettbewerb nötig sind. Fotografieren ist Kunst und wie "gut" oder "schlecht" diese ist liegt immer beim subjektiven Eindruck des Betrachters. Es gibt zwar einige Regeln wie den Goldenen Schnitt und co. aber selbst wenn man diese bricht kann man gute Fotos machen!

Briefmarken sammeln kann auch kein Sport sein, da es hier am Messen des Könnens fehlt, da es schlicht und ergreifend gar kein Können gibt, dass man Messen könnte.

Ich glaube, dass du, so wie viele andere den Begriff "Sport" nur in einem Zusammenhang kennst und daraus meinst zu schließen, dass es nur diesen falschen Zusammenhang darstellt oder gar die tatsächliche Bedeutung davon ist. Ein Beispiel für solche fehlinterpretierte Wörter wären Begriffe wie: "Hacker oder Nerd". Ersteres wird oft fälschlicherweise für Cracker verwendet aber jeder der das Wort nur diese fälschliche Verwendung erlebt hat wird auch denken, dass das Wort genau das bedeutet und nichts anderes! Letzteres wird meist abwertend benutzt wobei in der Regel überhaupt das Wissen über dessen Bedeutung unbekannt ist und dass es sogar positiv genutzt werden kann, besonders lustig sind Fälle in denen das Wort für Leute gebraucht wird die keine Nerds sind...

Dass ich wahrscheinlich richtig liege kann man an deinem Kommentar erkennen, da du einfach nur die "falsche" umgangssprachliche Bedeutung (auch wenn sie oft Bestandteil des ganzen ist aber diesen eben nicht ausmacht), nämlich die "Körperliche Betätigung" darstellst und ohne ein einziges plausibles Argument daraus schließt, dass Computerspiele kein Sport sind, genau wie Leute die Hacker und Nerd immer im falschen Zusammenhang nutzen und gar nicht wissen was diese bedeuten.

4) lordnikon schrieb am 11.6.2010 um 14:54 Uhr:

„Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich Sport zu einem umgangssprachlichen, weltweit gebrauchten Begriff entwickelt. Eine präzise oder gar eindeutige begriffliche Abgrenzung lässt sich deshalb nicht vornehmen. Was im allgemeinen unter Sport verstanden wird, ist weniger eine Frage wissenschaftlicher Dimensionsanalysen, sondern wird weit mehr vom alltagstheoretischen Gebrauch sowie von den historisch gewachsenen und tradierten Einbindungen in soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gegebenheiten bestimmt. Darüber hinaus verändert, erweitert und differenziert das faktische Geschehen des Sporttreibens selbst das Begriffverständnis von Sport.“

– P. Röthig (Hrsg.): Sportwissenschaftliches Lexikon. Hofmann, Schorndorf 1992.

Steht bei Wikipedia und das macht eigentlich deutlich, was ich oben schon geschrieben habe. Mit der Zeit wurde Sport jedoch so weit gefasst, dass man eigentlich alles als Sport beschreiben kann, weil man auch alles als Wettkampf betreiben kann, selbst Briefmarken sammeln oder Fotograffieren, da gibt es ja auch eine Menge Wettbewerbe bei denen dann am Ende ein Gewinner gekürt wird.

Und Sport ist für mich etwas bei dem das "hirnlose Muskelanstrengen" wie du es so schön sagst, im Vordergrund steht und da gehört Reiten, Bob fahren und Ski fahren für mich dazu.

Aber wenn ein 150kg schwerer Mann zum Arzt geht, dann wird ihm sicher gesagt, dass er mehr Sport treiben soll, damit meint der Arzt sicher nicht, dass er 4 Stunden am Tag Counter Strike spielen soll und den Rest dann mit "Schachsport" verbringen soll.