Spiele unter Linux: Entwürfe zu App-Store vorgestellt

Spiele   Admin Funatiker    27.2.2010, 23:29 Uhr  

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Spielen unter Linux soll in Zukunft noch einfacher werden: PAPPI (Personal Application Installer) installiert ohne weitere Eingriffe und Eingaben durch Benutzer Programme und Spiele aus dem Linux App Store.

Entwickler Christian Beuschel schließt mit diesem Konzept die Lücke zwischen den in das Betriebssystem integrierten Paketverwaltungen und Emulatoren: Während eine Paketverwaltung unkompliziert – meist mit einem einzigen Klick – Anwendungen installieren kann, verlangen Emulatoren den Nutzern weitergehende technische Fähigkeiten ab. Emulatoren sind jedoch im Gegensatz zu den Paketverwaltungen eher in der Lage, Drittanbieter-Programme und kommerzielle Spiele anzubieten.

Das vorgestellte Programm kann neben Linux-Anwendungen unter anderem auch emulierte Spiele für Amiga, DOS und Nintendo64 installieren und wird dadurch das Angebot der unter Linux ohne große Vorbereitung installierbaren Spiele immens erhöhen. Auch Publishern ist es dadurch einfacher Linuxnutzer zu erreichen. Wie das System in der Praxis aussehen soll, zeigt ein YouTube-Video.

Auch VALVE scheint Lösungen jenseits von Windows zu entwickeln: Wie im Steam-Forum gezeigt wurde, enthält eine Vorabversion von Steam einige zur Verwendung unter MacOS bestimmte Dateien. Auch die Source Engine wird wohl an MacOS und Linux angepasst, da das diese Engine verwendende Postal III für diese Betriebssysteme erhältlich sein wird.

Quellen und weitere Informationen:
ikhaya.ubuntuusers.de
holarse-linuxgaming.de

Kommentare/Trackbacks lesen

1) DJH schrieb am 28.2.2010 um 02:19 Uhr:

Quasi ein Meta-Paketsystem. Eigentlich keine schlechte Idee – nur sollte ein apt-get install pappi möglich sein ;-) Wird aber vermutlich schon drauf hin gearbeitet.

An sich für „Zocker“ eine gute Idee; fragt sich eben nur, wie sehr der Emulator bremst, und ob ein fehlerfreies Spielen möglich ist.

2) BPhoenix schrieb am 28.2.2010 um 03:38 Uhr:

1. Emulatoren bieten gar nix an, so können sie auch keine Drittanbieter-Programme oder kommerzielle Spiele anbieten, das ist einfach Blödsinn!

2. Wenn man Emulatoren mit Paketverwaltungen vergleicht, kann man gleich Äpfel mit Birnen vergleichen, ach nein die haben sogar zu viele Ähnlichkeiten. Eher Autoreifen mit Kartoffeln. Das ganze klingt einfach nach einer Art Paketverwaltung oder Installer der einfach die nötigen Konfigurationen vornimmt und Emulatoren mitinstalliert falls nötig aber selber KEIN Emulator ist!

3. Wird dies absolut nichts am Spielen unter Linux ändern, denn hier geht es nicht um Windowsspiele sondern um Spiele alter Platformen, wie den Amiga! Denn nur diese können wirklich von Emulatoren die, diese "Paketverwaltung" installiert und konfiguriert emuliert werden. Selbst eine Amiga Emulation benötigt einen um mehrere Faktoren schnelleren PC als die emulierte Plattform in dem Fall der Amiga. Auch die Emulation eines 486er mit Hilfe der DosBox benötigt Prozzesoren mit 3 oder 4 stelligen Mhz Zahlen! Aktuelle Spiele zu emulieren ist ein Ding der Unmöglichkeit! Es wäre höchstens denkbar einen Wrapper ähnlich wie Wine einzusetzen, das aber ist alles andere als Emulation auch konnte ich nichts davon lesen, dass dies auch verwendet werden würde.

4. Ist nicht das Problem unter Linux, dass man Spiele nicht sofort mit einem klick zum laufen bekommt, sondern viel eher, dass einige Spiele einfach überhaupt nicht laufen oder falls sie laufen die Performance schlechter ist. Daher müsste viel eher vorher Wine verbessert werden oder aber die Spiele müssten nativ entwickelt werden, beides trifft hier nicht zu.

5. Frage ich mich gerade wie legal das ganze ist. Zwar sind Emulatoren (die hier automatisch von dem Installer installiert werden) an sich meistens nicht illegal jedoch sind meist die Biose oder Betriebssysteme der Plattformen nötig um die Emulatoren lauffähig zu machen. Diese jedoch dürfen nicht einfach so verbreitet werden auch darf man diese nur nutzen wenn man das Recht hat diese zu nutzen, welches man mit einem Kauf des jeweiligen Gerätes bekommt. Wenn das ganze aber mit einem klick funktionieren soll müssten diese mitgeliefert werden und dann wäre das ganze illegal. Dies trifft zum Beispiel auf Amiga mit dem jeweiligen Kickstart zu. Es wäre nur legal wenn man sowas beim runterladen des jeweiligen Spiels / Programms irgendwie (kostenpflichtig) erwerben würde.

3) Admin skoch schrieb am 28.2.2010 um 09:58 Uhr:

„oder falls sie laufen die Performance schlechter ist. Daher müsste viel eher vorher Wine verbessert werden“
Ich weiß nicht mehr, wo ich die Information her habe, aber ich habe vor langer Zeit mal gelesen, dass manche Spiele unter Wine sogar flotter laufen. (wahrscheinlich weil die entsprechenden Linux-libraries schneller arbeiten als die Windows-pendants).

4) BPhoenix schrieb am 28.2.2010 um 13:56 Uhr:

Naja wirklich schneller läuft meines Wissens bisher kein Spiel nun gut es gibt einige Linux Fans die das immer meinen aber weder spürbar noch messbar wäre mir ein solches Spiel bekannt. Das einzige was denkbar wäre, ist dass jemand z.B. nur 1 GB RAM hat und hier Vista mit Linux verglich. Denn hier könnte es durchaus aus Speichermangel unter Vista langsamer laufen. Auf modernen Computern wo aber der Speicher nicht zu gering bemessen ist, dürfte sich das Blatt aber recht schnell wenden und Linux hier langsamer sein. Denkbar wäre es höchstens, dass einzelne Teile der Spiele schnell aublaufen, da Wine eben nicht die gesamte Funktionalität der WinAPI (und anderen APIs) abdecken kann und so auf Kosten der Kompatibilität einige Dinge weggelassen werden die einerseits einzelne Programmteile beschleunigen andereseits aber zu Problemen führen können. Im gesamten aber dürften die Spiele dennoch langsamer sein und das liegt auch in der Natur des ganzen, denn ein Spiel unter Wine muss ja nicht nur das selbe verarbeiten wie ein Spiel unter Windows, zum Beispiel die 3D Welt erzeugen, sondern eben die ganzen Befehle zusätzlich vorher auch noch übersetzen oder ggf. mit mehreren Linuxbefehlen nachbilden.

5) Admin Funatiker schrieb am 02.3.2010 um 15:15 Uhr:

Mich hat vor geraumer Zeit mal die Performance von wine interessiert. Also habe ich testweise „World Of Warcraft“ unter Windows und unter wine installiert und gestartet. Bei gleicher Fenstergröße hatte ich auf dem selben System mit wine ca. zehn Frames pro Sekunde mehr. Das, was wine an Performanceverlust durch das Wrapping hat,holen offensichtlich die teilweise effizienteren Linux-libraries heraus.

6) BPhoenix schrieb am 02.3.2010 um 19:20 Uhr:

Nein die teilweise unvollständigen Libraries! Natürlich sind einige Dinge schneller wenn man die hälfte (die nicht immer aber eben manchmal wichtig ist) weglässt!

Aber selbst dann muss nur wegen deinem einen Beispiel dies nicht grundsätzlich gelten, denn Windows hat öfters höhere Minimalanforderungen wenn du aber knapp an diesen dran bist mit deiner Kiste, dann kann es natürlich unter Linux schneller laufen aber bei vernünftigen Maschinen sieht das ganze wieder anders aus!

Auch kann sich das Ergebnis vollständig ändern wenn du ggf. einige Grafikeinstellungen aktivierst die deaktiviert waren!

Hier von Effizienz der Linux Libraries zu sprechen nur wegen diesem einen Beispiel wo es zufälligerweise schneller läuft wobei die Gründe hierfür vollkommen ungeklärt sind ist mal das ganze Fan sein beiseite gelassen einfach Blödsinn. Auch gibt es für ein Beispiel wo etwas unter Wine schneller läuft mindestens 10 Beispiele die das genaue Gegenteil beweisen.

Hier mal ein paar Beispiele von Spielen die das genaue Gegenteil belegen:
Bei Starcraft einem über 10 Jahre alten Spiel das wahrscheinlich schon auf dem ersten Pentium lief und auf jedem Windowssystem der letzten Jahre flüssig läuft, war auf einem Core Duo nur schwer spielbar, da die Maussteuerung so dermassen stockend war.

Warcraft 3 ein Spiel bei dem ich selbst auf Hardware die zur Zeit des Spiele rauskam eigentlich nicht wirklich runterstellen musste, war bei vollen Details auf einem aktuellen Notebook das unter Windows das Spiel auch problemlos packt kaum Spielbar besonders wenn mal > 10 Einheiten erschienen.

Teeworlds von dem es zugegeben auch eine Linux Version gibt hatte ich mal unter Wine laufen lassen. Sowhol die Windows als auch die Linux Versionen die Nativ ausgeführt wurden waren in etwa gleich schnell auf dem jeweiligen System, jedoch als die Windowsversion über Wine ausgeführt wurde, war das Spiel kaum spielbar.

Auch stellt sich mir gerade die Frage ob du damals wirklich unter den selben Bedingungen getestet hast, nicht dass unter WIndows zum Beispiel per Treiber Anti Aliasing und Anisotropisches Filterung bis zum Anschlag aufgedreht war und unter Linux zum Beispiel nicht.

7) Admin Funatiker schrieb am 08.3.2010 um 16:17 Uhr:

Ich spreche nicht wegen dieses einen Beispiels von einer erhöhten Effizienz von LInuxlibs. Mir zu unterstellen, dass ich dies nur sage, da ich Fan sei, halte ich für völlig unangebracht.
http://ur1.ca/eqn9

8) BPhoenix schrieb am 08.3.2010 um 19:12 Uhr:

In meinem letzten Post meinte ich immer die nativen Libs in Verbindung mit der Zwischenschicht Wine! In dem Fall ist der Vergleich nativer Linuxssoftware unter Linux und nativer Windowssoftware unter Windows vollkommen am Thema vorbei und auch war dies bis zu deinem letzten Post kein einziges mal Thema hier!



Nun zu dem Test an sich, der meiner Meinung nach vollkommen für den Popo ist:
1. Es werden unfertige Betriebssysteme (Ubuntu 9.04 und Windows 7 Beta, also nicht mal der RC) getestet welche sich von der endgültigen Version gravierend unterscheiden können gerade in speziellen Sachen wie der Performance einzelner Komponenten und daher ist der gesamte Test absolut nichtssagend für die Realität mit finalen Versionen beider Systeme!

2. Wurden einige Dinge für Windows Vista und Windows 7 deaktiviert die in einem real verwendeten System aktiv sind um die Performance zu steigern und dann wird davon gesprochen, dass der Test das darstellt was jemand mit einem frisch installierten unveränderten System erhält...

3. Die Installationszeit eines Systems das einmal innerhalb von Monaten / Jahren installiert wird als Indiz für die Effektivität dieses heranzuziehen ist ziemlicher Blödsinn. Auch wird bei der Installation von Windows noch ein Benchmark durchgeführt welcher mit in die Zeit einfließt und so die Zahlen enorm verfälscht, so dass diese absolut keinen Hinweis auf die tatsächliche Effektivität der Systeme darstellt!

4. Über den Mausklicktest kann jeder normaldenkende Mensch eigentlich nur den Kopfschütteln da es vollkommener nonsense ist! Auch trifft hier das ganze aus 3. mit zu!

5. Ob das System nun 5 oder 10 GB benötigt interessiert zu Zeiten der Terrabyte Festplatten herzlich wenig. Das einzige wo dies interessant wäre, wäre es wenn man keine vernünftige Festplatte hat oder das System von USB Stick, Netzwerk oder CD startet. All dies ist aber meistens nicht der Fall und stellt so Ausnahmefälle dar auch ist es kein Indiz für bessere Performance oft ist dies eher umgekehrt. Denn Dinge die kleiner sind, sind meist komprimiert und benötigen so ggf. mehr Rechenleistung, ist zwar nicht immer so, aber recht oft. Solche Kompromisse zwischen Geschwindigkeit und Speicherplatz findet man häufig.

6. Der Bootzeitentest zugegeben wenn ich hierzu nichts schreiben müsste da Windows eh besser ist um dein Argument zu entkräften ist sowas eigentlich ziemlicher Blödsinn, denn ob das System nun 5 bis 10 Sekunden mehr oder weniger zum starten benötigt interessiert nicht die Bohne wenn es danach langsamer läuft und hat auch nicht wirklich was mit Effizienz zu tun!

7. Der Shutdowntest ist wie all die Tests zuvor auch ziemlicher Unsinn in diesem Zusammenhang, denn auch er sagt absolut nichts über die Effizienz des Systems aus.

8. Der IO Test ist auch mehr als Fragwürdig! Gerade die USB Tests haben absolut herzlich wenig mit dem eigentlichen Datentransfer zu tun, da hier unzählige andere Dinge limitieren und die Zahlen verfälschen.

9. 10MB = Large File!? Aber sicher... Das gehört noch zu kleinen Dateien. Wäre es wirklich ein Large Filetest müssten es mindestens 100 MB sein und da würde man mit Sicherheit Ext weit hinten sehen, da Ext für solche Fälle eher ungeeignet ist!

10. Durch das deaktivieren des Caches erhält man Ergebnisse die nicht mehr dem Praxisgebrauch entsprechen den man normalerweise vorfindet und der nach der Installation gilt, obwohl der Test ja gerade hierauf Anspruch erhebt. Denn der Cache ist ein sehr wichtiger Teil der Performancesteigerung hier ist es extrem wichtig effektiv zu sein um in der Praxis wirklich Vorteile zu bieten. Somit sind diese Tests eher als theoretische Tests anzusehen! Auch frage ich mich gerade ob der Cache unter Linux wirklich vollständig deaktiviert wurde...

11. Abgesehen davon, wie sehen die Ergebnisse nach einem Jahr täglicher Nutzung aus? Denn unter Windows kann man zum Beispiel problemlos defragmentieren aber unter Ubuntu? Außerdem hat Windows etliche Mechanismen eingebaut die das System auf Dauer beschleunigen, diese waren aber deaktiviert. Und wichtig ist nicht wie schnell das System direkt nach der Installation ist sondern wie schnell es auf Dauer im Gebrauch ist!

12. Richards Test ist endlich einer der wirklich die Effizienz der Systeme im laufenden Betrieb zeigt und nicht irgendwelchen Humbug oder theoretische Tests die keine / kaum Relevanz haben und hier scheint Windows doch nicht so schlecht auszusehen wie du es gerne hättest, wobei hier natürlich auch unterschiedliche Versionen genutzt wurden und unklar ist was genau getestet wurde und somit bleibt auch der Test wie alle davor eher wenig aussagend.

Also wenn man will schafft man es immer irgendwelche Zahlen zu produzieren auch wenn man irgendwelchen Humbug testet um diese zu erhalten und deinen Test würde ich eindeutig hier einstufen.