Weltweite Finanzkrise zieht immer weitere Kreise Nachdem bereits in den vergangenen Wochen nie dagewesene Kursrutsche zu sehen waren, stellt der heutige Freitag einen „Schwarzen Feitag” in der Geschichte der Finanzmärkte dar. Der Deutsche Aktienindex (DAX) schrieb im heutigen Tagesverlauf zeitweilig zweistellige Verluste.
Am Ende des Handelstages schloss er mit 4544,31 Zählern ( -7,01%).
Der japanische Nikkei-Index verzeichnete den drittgrößten Kursrutsch in seiner Geschichte.
Für viele Handelsplätze wie Wien, Moskau und die Börsen in Rumänien und Thailand war diese Entwicklung Grund genug, den Handel zeitweilig auszusetzen. Zwar sorgte ein kurzzeitiger Kursanstieg, angeführt von Finanzwerten, an der Wall-Street für kurzzeitigen Optimismus, doch wenig später begab sich auch der Dow Jones wieder in den freien Fall. Am Ende des deutschen Handelstages stand der US-Leitindex mit 8233 Punkten um 4 % im Minus. Wie sich die Finanzmärkte in nächster Zeit verändert, wird die weitere Entwicklung zeigen.
Kommentare/Trackbacks lesen1) accessburn schrieb am 10.10.2008 um 20:41 Uhr:
Ich sehs kommen ... das wird ne harte zeit wenn das so weiter geht bezahlen wir wieder ein vermögen für ein Brot ... ! | 2) songmix schrieb am 11.10.2008 um 01:22 Uhr:
Börse ist was total seltsames. Aktuell meinen alle, dass es ihnen schlecht geht. Also geht es ihnen wirklich schlecht. Kaum glauben sie, dass es allen gut geht, gehts ihnen wirklich gut. Man muss nur die Masse drankriegen, an etwas zu glauben.... | 3) Matthias Schleusener schrieb am 11.10.2008 um 12:36 Uhr:
Leider ist das nicht so einfach. Wie es für Verbraucher die Schufa zur Bewertung der Kreditwürdigkeit gibt, existiert auch für Banken und Unternehmen ein derartiges System.
Das Zauberwort ist dabei "Basel II" dieses System beschreibt ein Bewertungssystem nach dem "Schulnotenprinzip".
Ein sehr kreditwürdiges Unternehmen kann eine Bewertung von "Aa++" haben, ein zahlusunfähiges Unternehmen bekommt zum Beispiel ein "C-"
Leider hat dieses System eine entscheidende Schwachstelle.
Für die Bewertung der Unternehmen gibt es sog. Rating-Agenturen. Jedoch lassen sich diese Agenturen hinsichtlich ihrer Bewertungskriterien nicht in die Karten schauen. Das macht die ganze Sache sehr undurchsichtig.
Offenbar wurden in den vergangenen Jahren die Banken durch genau diese Agenturen gänzlich falsch bewertet, was folglich zu falschen Investitionsentscheidungen führte.
Das die Bewertung falsch war, wurde zuerst durch die Immobilienkrise in den USA offensichtlich. Inzwischen hat sich diese Erkenntnis auf den gesamten Finanzsektor ausgeweitet.
Dies macht es auch besonders schwierig, abzuschätzen, wie weit das Finanzwesen in die Krise rutscht. | 4) Christian Blechert schrieb am 11.10.2008 um 13:15 Uhr:
Die Kontrolle des gesamten Finanzsystems so einer Agentur zu überlassen ist ja grob Fahrlässig! | 5) zombie3456 schrieb am 11.10.2008 um 16:07 Uhr:
Diese Bewertungs-Unternehmen sind mir sowieso dubios... Das gibt es ja für Bürger nicht nur als Schufa, sondern auch sortiert nach Wohngebieten und sonstigen Faktoren. Scoring ist hier das richtige Stichwort.
Einen besonders miesen Fall kann man bei Alexander Windbichler nachlesen (Leerzeichen in der Adresse entfernen): http://alexander-windbichler.com/2008/03/18/ksv-1870-auftragskiller/ |
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