Brasiliens Regierung entdeckt bisher isolierten Indianerstamm Im brasilianischen Urwald, genauer in Rio de Janeiro, lebt einer der letzten unberührten Indianerstämme, der bisher noch keinerlei Kontakt zur Außenwelt gehabt hatte. Bei einem Flug über das naturgeschützte Gebiet gelangen den brasilianischen Behörden sensationelle Bilder. Ihnen kamen neben Hütten und bepflanzten Ackern auch aufgebrachte, mit roter Farbe bemalte Krieger vor die Linse.
Funai-Experte José Carlos Meirelles Junior erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, seine Orgisation begleite schon seit 20 Jahren vier isolierte Völker im brasilianischen Urwald. Durch die Fotos wolle man nun endlich beweisen, dass diese Indianerstämme tatsächlich existieren, da immer noch einige die Existenz dieser bezweifelten. Meirelles Junior versicherte aber, man kontaktiere die Stämme nicht, um so ihre Autonomie und ihren Lebensraum zu bewahren. Die entdeckten Völker sind jedoch nun bedroht. Illegale Regenwaldabholzung treibe die Indianerstämme über die Grenze und provoziere somit Konflikte mit den dort lebenden 500 Indianern. „Diese Bilder sind der Beweis, dass es noch immer unberührte Stämme gibt.“ Stephen Corry, Direktor von Survival International, ruft zum Schutz dieser verbliebenen Völker auf. „Die Welt muss aufwachen und sicherstellen, dass ihr Gebiet durch internationale Gesetze geschützt wird. Ansonsten werden sie in Kürze aussterben“, so Corry weiter.
Kommentare/Trackbacks lesen1) Davin schrieb am 01.6.2008 um 21:13 Uhr:
das es sowas noch gibt is ja heftig. das die sowas erst jetz entdecken obwohl wir so tolle technik haben die eig. das gebiet scannen könnte | 2) noaftschoarer schrieb am 01.6.2008 um 21:30 Uhr:
echt heftig, dass man diese menschen erst jetzt entdeckt hat, vor allem, weil unsere technik (wie davin bereits beschrieben hat) schon soweit ist, dass man eigentlich meinen könnte, jeden platz der welt überwachen zu können.
Ich finde es allerdings etwas seltsam, dass in dem artikel über "lebensräume", "unberührtheit" etc. gesprochen wird, als wären es tiere?
| 3) Jack schrieb am 01.6.2008 um 22:09 Uhr:
und wo kann ich diese Bilder sehen?! | 4) Torben Fritsche schrieb am 01.6.2008 um 22:25 Uhr:
@Jack: Guck mal bei der Quelle ;)
@noaftschoarer: Unberührt im Sinne von der neuen Technik. Die haben sich ja nicht wirklich weiter entwickelt vom Lebensstil her.. | 5) DJH schrieb am 03.6.2008 um 17:10 Uhr:
Auch wenns wohl nicht so gemeint war, klingt es doch schon danach. Aber mal ehrlich: Gibts in der aktuellen Weltpolitik zwischen Menschen und Tieren noch so nen großen Unterschied? | 6) Torben Fritsche schrieb am 03.6.2008 um 22:27 Uhr:
Heute macht der "moderne" Mensch wie du und ich die Welt kaputt mit neuen Erfindungen, die fast alle von einer abhängen. Bei den unentdeckten Indianerstämmen gab es zB keine Erfindung wie Strom - daher konnte es auch nie etwas Autos oder Computer etc. erfunden werden. Daher ist die Natur dort doch sehr unberührt, da sie durch die dort lebenden Menschen respektiert und (noch) nicht so zerstört wird.
Wir leben inzwischen abgeschottet von der Natur. Wir leben in Häusern abgetrennt von Tieren, Bäumen usw. Ich respektiere es sehr, wie die Indianerstämme mit, für und von der Natur leben... | 7) Brati schrieb am 04.6.2008 um 22:55 Uhr:
Zusatz zu Torben Firtsches Aussage:
Ich finde es vor allem spannend zu sehen, wie diese Völker oft auch Krankheiten heilen können, ohne unsere westliche Medizin. Sicherlich gibt es Probleme mit komplizierten Krankheiten, aber da sollte man sich doch fragen, ob es von der Natur gewollt ist, dass Schwerbehinderte leben. Im Urwald sicherlich nicht, weil sie keine Chance hätten.
Aber die Völker können sicherlich Fieber, Knochenbrüche und solche Dinge mit ihren ganz natürlichen Mitteln heilen, zumindest denke ich das und verweile in meiner Hoffnung, dass man sie nicht auch noch ausrottet, wie die "Entdecker" Amerikas es mit Mayas, Azteken etc. gemacht haben... (wäre interessant, wie die Weltordnung wohl aussähe, wenn man sie nicht ausgerottet hätte, denn sie waren ja hoch entwickelt) | 8) Torben Fritsche schrieb am 05.6.2008 um 17:12 Uhr:
Stell dir mal vor, Staaten wie die Römer würden heute parallel zu uns leben und genauso wie damals - da wird das Fach Geschichte zur Exkursion ;) Wär aber wirklich mal n geiler Gedanke | 9) Benno Rott schrieb am 05.6.2008 um 18:07 Uhr:
...und sobalds Exkursionen zu den "alten Römern" gibt, wars das mit den alten Römern ;-) | 10) DJH schrieb am 05.6.2008 um 18:30 Uhr:
Naaja ^^ die Römer ham sich quasi selbst vernichtet ;-) so ganz kann man des also net vergleichen. Außerdem waren eh die Römer die Eroberer.
@Bratis Post:
Jap, und das schlimme ist: diese Medizinischen Erfahrungen und das Wissen sind verloren gegangen und zum Teil bis heute nicht mehr "wiederentdeckt" worden.
Nur die Knochenbrüche werden sie wohl genauso heilen wie wir: Schienen und zusammen wachsen lassen ;-)
Btw: Die Mayas hatten soweit ich weiß kein Rad. Hab ich mal irgendwo gehört, also nix verifiziertes :P | 11) BPhoenix schrieb am 05.6.2008 um 23:07 Uhr:
Ihr vergleicht tatsächlich Römer mit Indianern? Also da liegen Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende an Entwicklung dazwischen!
Ich wage sogar zu behaupten, dass die Römer näher an unserer Kultur als an der Kultur der Indianer sind! | 12) Dustin Steiner schrieb am 06.6.2008 um 00:06 Uhr:
@Davin, noaftschoarer und alle, die meinen, dass man die Stämme erst jetzt entdeckt hat:
Lest bitte mal genauer!
Die Stämme wurden nicht erst entdeckt, sondern um den Skeptikern zu beweisen, dass die überwachten Stämme wirklich existieren, hat man jetzt Fotos geschossen. |
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