Kopierabgabe jetzt auch auf PCs

Multimedia   Admin Stefan Koch    12.1.2010, 20:36 Uhr  

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Wie bereits länger auf Rohlinge und Kopiergeräte, ist jetzt auch eine Kopierabgabe auf PCs vereinbart worden. Allerdings stammt diese nicht vom Gesetzgeber selbst, sondern aus einem Vertrag zwischen dem Bundesverband Computerhersteller (BCH) und der Verwerterseite bestehend aus der Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ), der VG Wort sowie der VG Bild-Kunst.

Demnach muss für jeden verauften PC eine Gebühr von entweder 13,65 Euro (mit Brenner) oder 12,15 Euro (ohne Brenner) fällig. Diese Beträge sind in Netto angegeben, da Firmen die zu zahlende Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückfordern können. Dabei haben sich die Verbände zudem auf eine rückwirkende Abgabe für verkaufte Geräte seit 2002 geeinigt, welche nun von Herstellern oder Importeuren getilgt werden muss.

Diese weitere Pauschale wird mit dem Recht auf Privatkopie begründet, womit die politische Anti-Kopier-Kampagne der Unterhaltungsindustrie, bei welcher selten zwischen Privat- und illegaler Kopie unterschieden wird, getrost ignoriert werden darf. Immerhin bezahlt man ja nun mit jedem neuen Computer weitere Gebühren für die eigenen Kopien.

Korrektur

Diese Einigung gilt nicht für alle PCs, sondern nur für die sieben Mitglieder des BCH.

Kommentare/Trackbacks lesen

1) DJH schrieb am 13.1.2010 um 03:44 Uhr:

„Immerhin bezahlt man ja nun mit jedem neuen Computer weitere Gebühren für die eigenen Kopien.“
Die meisten dieser meiner „Lieblingsorganisationen“ verfahren nach diesem zweigleisigen Muster: Zum einen den Leuten Angst einjagen und behaupten, bestimmte Rechte gibt es nicht, zum anderen genau für diese Rechte dann aber zu kassieren. Sowas ist „unsittlich“. Aber im Endeffekt läufts darauf raus, dass sie langsam aber sicher nicht mehr ernst genommen werden. Aber ich wiederhole mich (leider); wie schon zu Bono gesagt: „Ehrlichkeit und Transparenz machens aus.“

2) Admin Xeco schrieb am 13.1.2010 um 06:54 Uhr:

Jetzt muss man also schon Gebühren für etwas zahlen, was man ohnehin nicht machen darf. toll.

3) Panzerchen schrieb am 14.1.2010 um 00:28 Uhr:

Mal eine blöde Frage:
WER steckt diese Gebühren eigentlich ein ??????

4) BPhoenix schrieb am 14.1.2010 um 01:50 Uhr:

Zum größten Teil die Leute die Künstler verarschen in dem sie ihnen ein paar kleine Prozente am Umsatz ihrer Werke geben.

5) Admin Stefan Koch schrieb am 14.1.2010 um 16:57 Uhr:

@Panzerchen: Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, einen großen Teil verschluckt die ZPÜ, GEMA selbst, der Rest wird an Verlage und Autoren (Text) sowie Plattenfirmen und Künstler (Musik) etc. weitergegeben.

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, dass da gleich doppelt mir unliebsame Institutionen vorkommen.

6) BPhoenix schrieb am 14.1.2010 um 17:17 Uhr:

Wobei der Teil den die Künstler und Autoren bekommen nicht der größte sein dürfte und zu dem die meisten kleineren Künstler wahrscheinlich komplett leer ausgehen.

7) grammar_bot schrieb am 22.1.2010 um 21:41 Uhr:

jeden --> (verauften)<-- PC eine Gebühr

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