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Lobbyist schreibt sich selbst Vertrag als Experte beim Wirtschaftsministerium und verstößt dagegen

29.8.2015    102 Kommentare ReTweet!
Wappen Deutschland

Professor Dieter Gorny ist zugleich Vorsitzender der Lobby-Organisation „Bundesverbands Musikindustrie“ und „Beauftragter für Kreative und Digitale Ökonomie“ beim Wirtschaftsministerium. Gorny betreibt unter anderem Lobby-Arbeit für Netz-Sperren und vergleicht Musik-Kopierer mit betrunkenen Autofahrern.

Der Grünen-Politiker Malte Spitz erhielt Unterlagen, die belegen, dass Gorny seine Aufgaben als Kultur-Beauftragter selbst definierte. Zahlreiche Formulierungen in Gornys Vertrag stammen von ihm selbst.

Der Vertrag enthält jedoch eine Klausel, die „Tätigkeiten gegenüber Dritten“ untersagt, wenn sie die Aufgaben für das Ministerium berühren. Spitz argumentiert, dass gerade die Lobbytätigkeiten des Dieter Gorny diese Klausel verletzen. Folglich verstößt der Lobbyist gegen einen Vertrag, dessen Formulierungen er selbst bestimmt hat.

#SundB Jan Böhmermann und Olli Schulz starten 2016 gemeinsame Fernsehsendung

20.8.2015    322 Kommentare ReTweet!
ZDF

Unter dem Hashtag #SundB überraschte Jan Böhmermann die Zuschauer seiner Sendung „Neo Magazin Royale“. Das Hashtag dieser ersten Sendung nach der Sommerpause 2015 wurde nachträglich von einer Computerstimme in die vorproduzierte Aufnahme eingespielt.

Unter großem Applaus des Studiopublikums verkündeten Jan Böhmermann und Olli Schulz eine gemeinsame Gesprächssendung auf ZDFneo ab Anfang 2016 an. Das Duo arbeitet bereits bei der gemeinsamen Radiosendung „sanft & sorgfältig“ zusammen. Die Radiosendung wird sonntäglich bei sechs Jugendradiosendern der ARD ausgestrahlt.

Die Sendung wird den Namen „Schulz & Böhmermann“ tragen und sich inhaltlich an einer ebenfalls von der bilduntonfabrik produzierten und von Jan Böhmermann moderierten Gesprächssendung aus dem Jahr 2012 orientieren.

Die beiden Unterhalter werden in der einstündigen Sendung vier Gesprächsgäste und 200 Zuschauer begrüßen. Bereits eine Woche zuvor kündigte Jan Böhmermann eine kleine Sendung im ZDF ab Januar an, ohne weitere Details zu nennen.

Paramount Pictures will Filme kurz nach Kinovorführung als Video-on-Demand anbieten

09.7.2015    14 Kommentare ReTweet!
Maxdome

Bislang waren Filme großer Filmstudios mindestens 90 Tage lang den Kinos vorbehalten. Paramount Pictures plant mit dieser Tradition zu brechen: Der Film „Scout’s Guide to the Zombie Apocalypse“ sowie der neue Teil der „Paranormal Activity“-Reihe sollen bereits zwei Wochen nach der Vorführung in Video-on-Demand Plattformen erscheinen.

Zwei Wochen nachdem weniger als 300 Kinos die US-Filme noch zeigen, werden diese dann auf Online-Plattformen verfügbar sein. Im Falle der „Paranormal Activities“-Reihe wurde diese Marke von 300 Kinos nach etwa fünf Wochen erreicht. Mit insgesamt sieben Wochen statt 90 Tagen Verzögerung würde sich so die Wartezeit nach Kinostart halbieren.

Die Großkino-Ketten AMC (USA) und Cineplex (Kanada) haben sich bereit erklärt, die Filme zu diesen Bedingungen zu zeigen. Die Ketten werden an den Einnahmen der Video-on-Demand-Vermarktung beteiligt.

Für kleinere Kinoketten sowie unabhängige Kinos könnte Paramounts Entscheidung zu einer ernstzunehmenden Bedrohung werden: Paramount bietet nach eigenen Angaben die genannten Bedingungen auch anderen Kinoketten an. Es ist jedoch nicht klar, ob die Umsatzbeteiligung auch einzelnen Kinos zu Verfügung steht und nach welchem Schlüssel die Einnahmen aufgeteilt werden.

Sofern das neue Modell erfolgreich ist, wird das Studio es auch auf größere Filme ausweiten. Wenn auch anderen Filmstudios dem Beispiel folgen, könnte dies die Sehgewohnheiten von Kinos auf Online-Angebote wie Netflix oder maxdome verschieben.

Videoeditor OpenShot in Version 1.1 veröffentlicht

08.3.2010    1 Kommentar ReTweet!

Nach etwa zwei Monaten erschien gestern die um rund 40 Bugs bereinigte Version 1.1 von Openshot. Der freie, non-lineare Videoeditor wurde bislang für Fedora, Debian und Ubuntu veröffentlicht. Nutzern des Betriebssystems Windows wird die Verwendung der LiveDVD „AV Linux“ nahe gelegt.

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Ist AVATAR ein Plagiat?

02.2.2010    9 Kommentare ReTweet!

Der in Russland als Kultautor gefeierte 76-Jährige Boris Strugatzki sieht in James Camerons Pocahontas-Remake „AVATAR – Aufbruch nach Pandora“ ein Plagiat seines Romans „Die Unruhe“. In diesem Roman besucht ein Wissenschaftler den Planeten Pandora und lebt dort mit hundeartigen Ureinwohner. In Camerons Film begegnet der Ex-Marine Jake Sully auf einem ebenfalls „Pandora“ genannten Mond den katzenartigen, humanoiden Ureinwohnern (Na’vi). Strugatzki sieht jedoch von einer Klage ab.

„AVATAR“ erzielte ein Einspielergebnis von zwei Milliarden US-Dollar und neun Oscar-Nominierungen. „Die Unruhe“ ist im dritten Band von Strugatzkis gesammelten Werken (ISBN 978-3453526853) erhältlich.

PC-Abgabe nur für sieben Hersteller

13.1.2010    3 Kommentare ReTweet!

Im letzten nexem-Artikel, „Kopierabgabe jetzt auch auf PCs“, ist leider ein schwerwiegender Fehler enthalten.

Wie dem Autor in einer eMail mit beigefügtem Artikel auf it-business.de mitgeteilt wurde, gilt die neue Abgabe auf verkaufte Computer nur für sieben Hersteller. Dies sind die sieben Hersteller, welche Mitglieder des neu gegründeten Bundesverbands Computerhersteller (BCH) sind:

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Kopierabgabe jetzt auch auf PCs

12.1.2010    7 Kommentare ReTweet!

Wie bereits länger auf Rohlinge und Kopiergeräte, ist jetzt auch eine Kopierabgabe auf PCs vereinbart worden. Allerdings stammt diese nicht vom Gesetzgeber selbst, sondern aus einem Vertrag zwischen dem Bundesverband Computerhersteller (BCH) und der Verwerterseite bestehend aus der Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ), der VG Wort sowie der VG Bild-Kunst.

Demnach muss für jeden verauften PC eine Gebühr von entweder 13,65 Euro (mit Brenner) oder 12,15 Euro (ohne Brenner) fällig. Diese Beträge sind in Netto angegeben, da Firmen die zu zahlende Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückfordern können. Dabei haben sich die Verbände zudem auf eine rückwirkende Abgabe für verkaufte Geräte seit 2002 geeinigt, welche nun von Herstellern oder Importeuren getilgt werden muss.

Diese weitere Pauschale wird mit dem Recht auf Privatkopie begründet, womit die politische Anti-Kopier-Kampagne der Unterhaltungsindustrie, bei welcher selten zwischen Privat- und illegaler Kopie unterschieden wird, getrost ignoriert werden darf. Immerhin bezahlt man ja nun mit jedem neuen Computer weitere Gebühren für die eigenen Kopien.

Korrektur

Diese Einigung gilt nicht für alle PCs, sondern nur für die sieben Mitglieder des BCH.

Petition fordert HD-Kanäle von ARD/ZDF auch bei Kabel Deutschland

29.12.2009    14 Kommentare ReTweet!
Kabel Deutschland GmbH

Seit 17. Dezember sind die HD-Kanäle der öffentlich-rechtlichen Sender im Testbetrieb. Obwohl alle Zuschauer in Deutschland sich an den Rundfunkgebühren beteiligen, sind Kunden von „Kabel Deutschland“ von dem Angebot ausgeschlossen. Dies macht das digitale Satelittenfernsehen noch attraktiver. Daher appellieren die Autoren einer Petition an das Unternehmen, künftig die HD-Sender auszustrahlen, um nicht unter massivem Kundenschwund zu leiden.

Die einzige Möglichkeit für die inzwischen über 2300 Unterstützer der Petition, dennoch in den Genuss des hochauflösenden öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu kommen, ist die Verwendung von HD-Aufnahmen über kostenlose Angebote wie OnlineTVrecorder.com.

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