IBM und Georgia Tech basteln am 500GHz-Chip

IT/Technik   Admin Immanuel Weßolowski    20.6.2006, 11:52 Uhr  

ReTweet!

IBM und Georgia Tech entwickeln zur Zeit einen 500GHz-Chip. Das neue Projekt soll dazu dienen, dass die maximalen Geschwindigkeitsbegrenzungen des Silikongermaniums (SiGe) Chips erforscht werden. SiGe-Chips sind dem Standardsiliziumchip ähnlich, aber enthalten auch Germanium für die bessere Leistung und den niedrigeren Verbrauch.

Hardware-Herzen werden demnächst höher schlagen, denn Entwickler von IBM und GT haben geplant, dass in absehbarer Zeit ein Chip mit 500Ghz-Leistung entwickelt wird. Die Arbeiten laufen dabei auf Hochtouren. Bei der Entwicklung soll das so genannte SiGe zum Einsatz kommen.

Durch das Hinzufügen des Germaniums wird jedoch der Preis deutlich angehoben. Da die Technik sehr selten angewandt wird und einige Zeit in Anspruch nimmt, werden die neuen Chips nur auf großen Anlaufstellen ausgegeben. IBM hat bereits hunderte SiGe-Chips ohne Superleistung verkauft und erhofft sich, dass die neue Technologie genau so einschlagen wird, wie einst die „normalen” Chips im Jahr 1998.
Das Germanium wird in die Standardsiliziumchips „gesprenkelt”. Chip-Verarbeiter Intel fügt Minutenbeträge des Elements hinzu, um gespanntes Silikon in seinen Verarbeitern zu schaffen.

Die heutige Leistung eines Chip beträgt annähernd 3,5 GHz. Die neue Technik soll bei Zimmertemperatur auf knappe 350GHz bzw. 350 Milliarden Zyklen pro Sekunde kommen. Die angesprochenden 500GHz können bei einer Temperatur von annähernd 0 Kelvin erreicht werden.

Die neuen Chips mit sensationeller Leistung können z.B. in Verteidigungssystemen oder Raumerforschungsfahrzeugen eingesetzt werden.