Zusammenbruch des Internets 2010?

Internet   Admin Torben Fritsche    02.12.2007, 18:19 Uhr  

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Millionen Menschen nutzen täglich Dienste wie Video-Streaming, Tauschbörsen oder Instant-Messaging, die Provider übertreffen sich in Preis und Geschwindigkeit - das Internet wächst rasanter, als die Ausbauarbeiten hinterher kommen. Phänomene wie stockende Videos, stundenlange Downloads oder Verbindungsabbrüche könnten schon 2010 keine Seltenheit mehr sein.

Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Nemertes investieren die Unternehmen zu wenig in die Infrastruktur des Internets. Damit das Internet der enormen Last auch in der Zukunft standhalten kann, seien mehr als 90 Milliarden Euro notwendig - allein die US-Provider-Netze auszubauen, verschlinge mehr zwischen 28 und 37 Milliarden Euro, errechnete das Unternehmen. Das größte Problem stellen dabei die Zuleitungen von den Providern in die Haushalte dar.

Zehn Prozent der gesamten Bandbreite auf der Welt gehen schon allein auf das Konto von YouTube. Schon heute haben die US-Internetnutzer im vergangenen Mai mehr als 8,3 Milliarden Online-Videos angeschaut, Tendenz steigend. Tauschbörsen wie eMule oder KaZaA beanspruchen weitere 25 Prozent der Bandbreite, denn Flatrates lassen einen oft stundenlang Downloads zu tätigen.

Dramatischen Zuwachs sehen die Autoren der Studie in Internet-TV-Diensten, die sich an immer mehr Beliebtheit erfreuen. Im schlimmsten Fall kann es zu einer „Internet-Singularität“ kommen. Dies bedeutet, die Entwicklung des Internets steht still oder wendet sich gar zurück. Auch wenn die notwendigen Investitionen bis 2010 getätigt wären, könnte das Internet nicht auf die nächste Killer-Applikation oder das nächste Online-Geschäftsmodell à la Google oder YouTube das Internet vorbereitet sein.

Quelle: spiegel.de

Kommentare/Trackbacks lesen

1) DJH schrieb am 02.12.2007 um 18:47 Uhr:

Dass 10% der Bandbreite auf Youtube gehen, glaub ich net. Ganz einfach wegen 4 Buchstaben: SPAM. Der Versand von Bulkmail kostet abmassig Traffic, und solange man dieses Problem nicht unter Kontrolle bringt, ist der Zusammenbruch vorhersehbar.
[ewige Leier an]
Schuld daran ist, dass immer noch das uralte SMTP-Protokoll für Mails verwendet wird, das keine Verifizierung unterstützt. Das ist ein offenes Tor für Spam-Anbieter. Wenn das Spam-Aufkommen so weiter steigt, dann wundert mich der Zusammenbruch gar net.
[ewige Leier aus]
Tjo dumm is nur, dass viele Geschäftsmodelle fest mit dem Internet zusammenhängen, und wenn das Internet zusammenbricht: Weltwirtschaftskrise ahoi. Naja, vielleicht hat das auch einige wachgerüttelt. Ich bin immer noch der Meinung: Spam ist schuld.

2) Oman schrieb am 03.12.2007 um 11:27 Uhr:

[quote]Spam ist schuld.[/quote]

[ironie] Naja aber bevor man versucht den spam zu verhindern werden sicher sachen wie youtube oder online spiele einfach verboten (dann wäre das prob der Killerspiele auch gleich gelöst) oder der zugriff erschwert... das wäre doch soviel einfacher....[/ironie]

Ne mal erlich mich wunderts generell das diese technik die ja eigentlich in dem sinne scho auf alten sachen basiert noch so gut funktioniert...

3) Admin Stefan Wiegand schrieb am 05.12.2007 um 10:03 Uhr:

Natürlich ist zu 50% der Spam dran Schuld... Wenn ich Abends mein Mailfach abrufe, kommen dann über 200 Mails das mein Genital zu klein wäre und ich Viagra kaufen soll -.-
Solangsam nervts... Genauso wenig mag ich die Mails, dass alte Mütter mit junger Tochter gut ***** können... Ich hab bestimmt schon einige wichtige Mails verpasst, weil ich einfach alle Mails gelöscht habe (wenns wirklich schlimm war)

Grüße Stefan

4) GottZ schrieb am 05.12.2007 um 12:37 Uhr:

ich glaube schon dass youtube eine menge traffic frisst.

http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/youtube.c om

5) guest schrieb am 05.12.2007 um 18:20 Uhr:

"The internet is for porn" ;-)

6) Admin Matthias Schleusener schrieb am 04.12.2008 um 15:42 Uhr:

@ samuel: Ich weiß zwar nicht, ob dir dein Haustier bei deinem Comment über die Tastatur gelaufen ist, oder was das war. Jedenfalls wäre es schön, wenn Du solche sinnlosen Einträge unterlassen könntest.

7) BPhoenix schrieb am 04.12.2008 um 21:26 Uhr:

Ach da fällt mir bei dem Beitrag von guest gleich was ein: http://www.youtube.com/watch?v=4pn4kZyqVRU

Also ich halte die Zahlen sehr wohl für realistisch. Und dass Spam wirklich so viel verschlingen soll halte ich für ziemlichen Schwachsinn, wenn es hochkommt dürften das allerhöchstens 5% sein, klar wird viel Spam verschickt, jedoch sind die Nachrichten relativ klein und es sind vereinzelte Spamer, die können einfach nicht mit einer breiten Masse (der Bevölkerung) mithalten.

Wenn man so betrachtet wie viel heutzutage über YouTube geschaut wird und verglichen zu anderen Tätigkeiten im Internet wie Surfen wird hierbei die volle Bandbreite der User genutzt (im Normalfall).

Ich denke mal die 3 Teile die hauptsächlich die Bandbreite verschlingen sind: Video Streaming (YouTube, Fernsehen, ilegalle Filme/Serien, ...), Downloads (vor allem Tauschbörsen, diese produzieren sogar unabhängig von den Downloads einen enormen Traffic) und natürlich Pornographie (wobei man das teils zu Videostreaming zählen kann).

Computerspiele produzieren sicher auch einiges an Traffic, aber ich glaube nich allzuviel wie die anderen Dinge, denn hier kommt es weniger auf Bandbreite (ausser Serverseitig) an, sondern eher viel mehr auf schnelle Zustellung (Ping). Die meisten Spiele kann man sogar heute noch mit ISDN zocken solange der Ping stimmt.

Radio oder Audiostreaming dürfte vielleicht auch noch einiges fressen wobei sich das auch in Grenzen halten dürfte, da verglichen zu Videostreaming keine so hohen Bandbreiten benötigt werden.

Also ich persönlich bin der Meinung, dass das Videostreaming früher oder später das gesamte Internet lahmlegen wird, besonders wenn man bedenkt dass man zukünftig vielleicht mal das Fernsehen über Internet realisiert. Hier müssten 1. enorme Datenmengen verschickt werden. 2. müssten die Daten pro User verschickt werden was von 10 auf 100 User eine mindestens 10 fache Steigerung der benötigten Bandbreite des Internets fordert. 3. kommt zu den eigentlichen Nutzdaten eine ganze Menge Overhead dazu, 4. werden die Auflösungen immer größer.

Das Internet unterscheidet sich eben zu den normalen Fernsehtechniken darin, dass das Internet auf Punkt zu Punkt Verbindungen basiert wo jeder Senden und jeder etwas anderes Empfangen kann, so muss der Sender diese Daten an jeden einzeln schicken, beim Fernsehen aber bekommen alle Empfänger ein und das selbe, es muss nur einmal geschickt werden und das geschieht oft auch über das selbe Medien wo jeder einfach nur das Signal abgreift. So braucht man im Internet für 10.000.000 Leute mindestens die 10.000.000fache Leistung der Leitungen (eher mehr), wobei man bei Kabel/Satelliten oder Terrestrischem Übertragen des Fernsehprogramms für 10.000.000 nur eine 1fache Leistung braucht!