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Vergleich: COMPUTER BILD-Abzock-Schutz und MyWOT![]() ReTweet! ![]() Das sog. „Fachmagazin“ „Computerbild“ bietet eine Software namens „Abzock-Schutz“ an. Diese blendet bei als „gefährlich“ eingestuften Websites ein Stoppschild und einen Warntext an. Einen ähnlichen Dienst bietet seit 2006 das Portal MyWOT.com an. Auch hier gibt es eine Software, die durch eingeblendete Warnungen den Besuch gefährlicher Websites verhindern soll. Doch worin liegt der Unterschied? MyWOT.com gibt auf einer Skala von 0 bis 100 Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit des Händlers sowie Daten- und Jugendschutz einzelner Domains an. Außerdem werden fünf positive, zwei neutrale und zehn negative Schlagworte angeboten, mit welchen Domains beurteilt werden können.So wird beispielsweise „tagesschau.de“ als „Nützlich, informativ“ und „tivi.de“ als „Kinderfreundlich“ eingestuft, während „Bild.de“ der Kategorie „Gewaltverherrlichende oder illegale Inhalte“ zugeordnet wird. „Computerbild“ beschäftigt nach eigenen Angaben nicht näher beschriebene „Experten“ mit der Aufgabe, gefährliche Websites als solche zu enttarnen und für Nutzer von „Abzock-Schutz“ zu sperren. Nutzer dieser Software sind also im Zweifelsfall von einer zentralen Stelle abhängig, die zum einem gefährliche Inhalte schnell erkennen muss, jedoch zum anderen harmlose Inhalte aus eigennützigen Interessen zu Unrecht sperren kann. Ein Formular auf der Website von „Computerbild“ bietet die einzige Möglichkeit auf die Bewertungen von „Abzock-Schutz“ Einfluss zu nehmen. Hierbei ist es jedoch nur möglich Kommentare über gefährliche Websites zu schreiben. Ein Möglichkeit Fehleinschätzungen als solche zu kennzeichnen gibt es nicht. Die Einsendungen werden redaktionell geprüft. Eingesandte Kommentare lassen sich nicht im Wortlaut lesen. „COMPUTER BILD-Abzock-Schutz“ ist eine Erweiterung für die Browser „Mozilla Firefox“ und „Microsoft Internet Explorer”. Der Hersteller bietet nur ein ausschließlich unter Windows lauffähiges Installationsprogramm an. Andere Betriebssysteme, unter denen der Browser „Mozilla Firefox“ läuft, werden dadurch künstlich ausgeschlossen. Der Hersteller macht keine Angaben darüber, wieso der Weg über ein zusätzliches Installationsprogramm als sinnvoll erachtet wird. Natürlich bieten beide Angebote keinen unfehlbaren Schutz. Fehleinschätzungen – egal, ob sie von einer Redaktion wie bei „Abzock-Schutz“ oder von einer Gemeinschaft wie bei MyWOT kommen – können gefährliche Folgen haben und werden mitunter zu spät aufgedeckt. Es ist jedoch in jedem Fall sinnvoll die eigene Meinung zur Vertrauenswürdigkeit einer Website noch durch die Meinung anderer abzusichern. Die vorgestellten Dienste bzw. Browser-Erweiterungen sind eine schnellere Möglichkeit hierzu als etwa eine Internetrecherche. „Abzock-Schutz“ beschränkt sich jedoch nur auf Negativ-Einschätzungen und hat nur verhältnismäßig wenige Websites im Repertoire. Daher sehen Nutzer nur recht selten die Einschätzung dieses Dienstes. MyWot hingegen erlaubt es zusätzlich zu den eingeblendeten Warnungen bei gefährlichen Websites, jederzeit im Browser Symbol anzuzeigen, dass die Vertrauenswürdigkeit einer Website farblich darstelle und auf Klick zusätzliche Informationen anbietet. Außerdem kann die Erweiterung Suchergebnisse verschiedener Suchmaschinen durch solche Bewertungssymbole ergänzen. |