Russisches Unternehmes Digtal Sky Technologies kauft ICQ

Internet   Admin Funatiker    28.4.2010, 23:12 Uhr  

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Für 187 statt wie geplant 300 Millionen Dollar verkauft AOL den Chatdienst „ICQ“ an das russische Unternehmen „Digital Sky Technologies“. Letzteres besitzt außerdem Anteile an Facebook und „Zynga“, dem Marktführer bei Spielen in sozialen Netzwerken, sowie verschiedene in Russland populäre Portale wie Mail.Ru und Vkontakte.ru. ICQ stand bereits seit November zum Verkauf (nexem. berichtete). Zu den Interessenten gehörten auch Profmedia (Russland) und Tencent (China).

Quelle: heise.de

Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin Funatiker schrieb am 29.4.2010 um 09:27 Uhr:

Zu dem Thema gibt es interessante Meinungen in diversen Blogs. Beispielsweise hier:
http://www.be-jo.net/de/2010/04/und-es-lebe-jabber/

2) Admin Matthias Schleusener schrieb am 01.5.2010 um 00:34 Uhr:

Jaja... Dann gibt es jetzt die Spam-Bots frei haus mit der Installation... xD

3) BPhoenix schrieb am 01.5.2010 um 15:20 Uhr:

Das ist vollkommen am Thema vorbei Funatiker das ist vielleicht 10% Meinung zum Thema und 90% Lobpreisung auf Jabber. Ist wieder mal extrem merkwürdig, dass du ausgerechnet etwas rauskramst, dass an dem Thema nur kratzt und die von dir geliebten Sachen hochlobt und die von dir nicht gemochten Sachen schlecht redet.

Wobei das nicht mal ein spezielles Problem von ICQ ist was dort angesprochen wird sondern sehr wohl auch eines von Jabber wenn man nicht eigene Server besitzt und nahezu überall anders auch (Supermarkt, Provider, (A)Soziales Netzwerk).

AIM wurde hiermit doch auch verkauft oder nicht?

Was die Bots angeht so denke ich fast, dass die Russen da mehr Möglichkeiten haben das zu unterbinden. Auch denke ich, dass die Original Software kaum schlechter werden kann als unter AOL, eher besser.

Jedoch befürchte ich fast, dass nun sogar von denen selbst Werbung versendet werden könnte.

Was Datenschutz und co. angeht so halte ich die Russen hier nicht für bedenklicher als Amerikanische Firmen oder deren Regierung, sie sind höchstens auf die selbe Stufe zu stellen!

4) tom schrieb am 02.5.2010 um 02:05 Uhr:

toll, noch mehr icq spam von russland !!!!

5) Admin Funatiker schrieb am 06.5.2010 um 18:45 Uhr:

BPhoenix, Lobpreisung auf Jabber ist auch Meinung ;-) Das kratzt das Thema nicht nur, sondern behandelt es. Es geht in dem verlinkten Blogpost um die Befrüchtungen, die an den Verkauf von ICQ geknüpft sind…

Über die Dezentralisierung von Jabber verkleinert sich die Macht einzelner Betreiber. Es ist nie möglich auf einen Schlag in den Besitz aller Jabber-Profile (und Nachrichten) zu kommen. Die Vielfalt an Anbietern ermöglicht esAnbieter zu meiden, denen man misstraut.

Ich gehe im Moment nicht davon aus, dass DST große Änderungen an ICQ vornehmen wird. Wahrscheinlich wird man versuchen ICQ (an Werbetreibende und andere Firmenkunden) anders zu vermarkten, aber den Dienst möglichst unverändert lassen, um nicht noch dadurch Nutzer zu verlieren.

Ich bin mal gespannt, ob DST noch das einheimische Portal QIP.ru, dadurch den (kommerziellen, closed-source) Messenger „QIP 2010“ übernimmt und letzteren als Standard-Client für ICQ und Mail.ru anbietet. Eventuell könnten sie sogar mit ihren Anteilen an Facebook erwirken, dass auch dort jener Messenger empfohlen wird…

6) BPhoenix schrieb am 08.5.2010 um 10:49 Uhr:

Der von dir verlinkte Artikel hat nicht den Sinn sich wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinander zu setzen sondern einen Punkt heraus zugreifen, diesen zu dramatisieren um Propaganda zu betreiben, nicht mehr und nicht weniger! Selbst die Kommentare bei dem Artikel selbst zeigen doch, dass nicht nur ich so denke. Und ich unterstelle dir einfach (auf Grund deiner bisherigen Kommentare die ich so lesen musste), dass genau das deine Absicht ist, nämlich mit dem Verlinken des Artikels Propaganda zu betreiben! Gegen den von dir geschriebenen Artikel habe ich jedoch nichts.

Ansonsten hast du zwar Recht, dass Jabber dezentralisiert ist und das ein Vorteil ist aber wie gesagt hat das nichts mit dem Thema des Verkaufs von ICQ zu tun! Stimmen tut aber nicht, dass man sich den Anbieter immer selbst aussuchen kann, denn man kann sich nur seinen eigenen Anbieter aussuchen nicht aber den Anbieter seines Gesprächspartners und ein Nachteil hier ist sogar, dass gleich an MINDESTENS 2 Stellen Informationen gesammelt werden können. Bei einem MUC geht das sogar so weit, dass wenn 10 verschiedene Leute von 10 verschiedenen Anbietern anwesend sind, dass auch gleich 10 verschiedene Anbieter die man sich nicht aussuchen kann und die man ggf. nicht einmal einsehen kann (da JIDs versteckt werden) Daten sammeln können und das ist sogar noch schlimmer als wenn nur eine (ggf. fragwürdige) Organisation die Daten bekommt, denn hier bekommen ggf. gleich etliche (fragwürdige) Organisationen Daten!

QIP gehört aber nicht ihnen? Wenn nicht frage ich mich wieso man diesen unbedingt einsetzen sollte, nur weil dieser einheimisch ist? Das ist Unsinn.

Was ich jedoch hoffe ist, dass sie nicht gegen Alternative Clients angehen...