|
|
Internet wird zunehmend wichtiger für Wahlkampf![]() ReTweet! ![]() Dass sich die Internetgemeinde zunehmend mit den Themen der Politik in Deutschland auseinandersetzt, dürfte die Petition gegen den Gesetzesentwurf der Familienministerin Ursula von der Leyen gezeigt haben. Ein Grund für die enorme Resonanz auf diese Petition war der SMS-ähnliche Nachrichtendienst „Twitter, welcher auch problemlos über ein internetfähiges Mobiltelefon (z.B. i-Phone) genutzt werden kann. Diesen Effekt hat sich die Seite wahlgetwitter.de zu Nutze gemacht, um eine Art Polit-Barometer aus Sicht der Internetgemeinde in Deutschland zu entwickeln. Das Prinzip: Die Seite prüft auf Twitter geschriebene Kurznachrichten auf folgende Syntax: #PARTEIKÜRZEL+ bzw. #PARTEIKÜRZEL-. Eine Nachricht könnte für die Parteien im ungünstigsten Fall ”Hab zurzeit ernste Probleme, jemanden zu finden, den ich dieses Jahr wählen kann ... #CDU- #SPD- #FPD- #Gruene- #Linke-„ lauten (Quelle: zeit.de). Der Besucher von wahlgetwitter.de kann sich dabei die politische Stimmung im Tages-, Wochen- oder Gesamtvergleich darstellen lassen. Natürlich kann man die auf der Seite dargestellten Verhältnisse noch nicht wirklich als repräsentativ bewerten, da die Seite diese Erhebungen erst seit wenigen Tagen durchführt und zunächst einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen muss. ”Wir haben ein kleines Problem mit einem Spammer, der alle paar Minuten für die Linke stimmt„, räumt Lobo ein, versichert aber, es werde in nächster Zeit Nachbesserungen in diesem Bereich geben, um derartige Entwicklungen zu vermeiden. Auch wenn dieses Projekt einiger Internetaktivisten derzeit noch keine wirkliche politisch Relevanz haben dürfte, so zeigt es doch, dass das Internet für die Politik ein zunehmend wichtiges Instrument der politischen Meinungsbildung werden dürfte. Und gerade in Zeiten des ”Super-Wahljahres" in Deutschland dürfte diese Entwicklung nicht von unerheblicher Bedeutung sein. Dass der Online-Wahlkampf ein erfolgreicher Multiplikator für politische Themen ist, zeigte bereits die Online-Kampagne im Obama-Wahlkampf, wo man Wählergruppen erreichte, an die man auf konventionellem Wege wohl kaum herangekommen wäre. Lobo, welcher auch die SPD in Internetfragen berät, begründet dies damit, dass sich auf Twitter die Menschen aufhalten, die viel im Netz kommunizieren. Diese hätten einen entscheidenden Einfluss auf die politische Meinung anderer Nutzer. Dies scheinen auch allmählich die Politiker selbst zu begreifen, welche nun auch Ihren Wahlkampf auf soziale Netzwerke wie StudiVZ o.ä. ausgeweitet haben. Grunde genug gibt es ja auch. Denn nachdem sich die Petition im Netz herumsprach, erhielt die CDU auf der Seite wahlgewitter.de fast 2.000 Minusbewertungen. Quelle: zeit.de Kommentare/Trackbacks lesen
|