Hamburger Abendblatt bietet Bezahlinhalte an

Internet   Admin Funatiker    16.12.2009, 13:46 Uhr  

ReTweet!

Der Axel-Springer-Verlag verspricht sich neue Einnahmequellen aus der Umgestaltung des Webauftritts des Abendblatts. Künftig sollen Abonnenten der Printausgabe, des E-Papers oder des neu-eingeführten 30-Tage-Zugangs (zu 7,95 €) den komplette Artikel sehen dürfen. Allen anderen Lesern wird nur Überschrift und eine Kurzfassung angeboten.

Wer die mobile Ausgabe des Webauftritts verwendet oder den User-Agent des Googlebots eingestellt hat, kann die Artikel nach wie vor in voller Länge lesen. Mit den neuen Bezahlinhalten setzt der Springer-Verlag eine Strategie fort, die mit den kostenpflichtigen Iphone-Anwendundungen von Bild.de und Welt.de begonnen wurde.

Quellen und weitere Informationen:
tagesschau.de
meta.tagesschau.de
twitter.com

Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin Stefan Koch schrieb am 16.12.2009 um 15:38 Uhr:

"oder den User-Agent des Googlebots eingestellt hat"
Na super... Bald hat man auf seiner Seite scheinbar tausende Aufrufe des Google-Bots, obwohl es in Wirklichkeit echte Besucher sind. Zumindest dann, wenn andere Zeitungen Ähnliches machen und immer mehr Nutzer das ausnützen...

2) BPhoenix schrieb am 16.12.2009 um 17:48 Uhr:

Naja ich denke selbst wenn es andere Zeitungen auch tun denke ich dass die wenigsten als Google Bot surfen werden denn wer weis schon wie man einen User Agent anpasst, ausgenommen einiger weniger natürlich.

Außer es kommt ein FireFox Addon oder ähnliches dass das für einen übernimmt. Aber selbst wenn es so weit kommen sollte, dürften die Zeitungen das ganze spätestens dann wieder unterbinden.

Lustiger finde ich eher, dass die Leute sich über Google beschweren, dass ihre Artikel geklaut werden und nun sogar extra für Google einen Exklusivzugang bereitstellen...

Wenn sie schon Wissen wie der Google User Agent lautet könnten die damit auch einfach Google aussperren und Google könnte deren Artikel nicht mehr klauen.

Besser als das mit dem Useragent, wäre es wenn man die Google IPs dafür nutzen würde.

3) SammysHP schrieb am 16.12.2009 um 19:27 Uhr:

BPhoenix:
> Außer es kommt ein FireFox Addon oder ähnliches
> dass das für einen übernimmt. Aber selbst wenn es
> so weit kommen sollte [...]

Gibt es doch schon ewig ;)

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/59

4) BPhoenix schrieb am 16.12.2009 um 21:45 Uhr:

Dass es Useragent Switcher gibt war mir klar. Aber ich meinte eigentlich ein Plugin wie: "Knopfdrücken und man kann ohne zu Bezahlen auf Zeitungsseiten lesen" Plugin. Gut bei dem von dir genannten scheinen ja die Useragents von Suchmaschinen enthalten zu sein, bisher ging ich da sogar von einer manuellen Eingabe aus wo man den Useragent vorher erst noch suchen müsste. Dennoch ist das noch ein bisschen komplizierter da der Benutzer vorher bereits Wissen muss dass durch das ändern eines Useragents das ganze ermöglich wird. Gut das von dir genannte Plugin würde es schon für einen großen Teil der Benutzer vereinfachen aber eben nicht für alle.

5) kevinq schrieb am 16.12.2009 um 21:47 Uhr:

Jetzt surfe ich als Google Bot^^
Hab eben noch einen Zeitungsartikel über ein Projekt an dem ich arbeite gerettet. Aber was soll ich nun den Gästen meiner HP anbieten die bisher den Link zur Seite des Verlages hatten? PDF als Download? darf man das?

6) BPhoenix schrieb am 16.12.2009 um 22:41 Uhr:

Nein das mit dem PDF Download geht sicher nicht, dafür könntest du mit Sicherheit verklagt werden.

Was deine Frage aber angeht, lass es einfach ganz normal verlinkt. Leute die kein Google Bot sind und auch nicht gezahlt haben werden eben eine kurzfassung bekommen, sollte es einen von ihnen interessieren besteht immer noch die Möglichkeit den vollen Artikel zu lesen.

Und wenn das nur als Quellenhinweis dient ist das natürlich auch vollkommen, denn es ist ja egal ob ein Benutzer auf einfachhe konstenlose Weise die Quelle lesen kann oder aber erst vorher zahlen musst. Bei Quellenhinweisen zu Büchern liefert man schließlich ja auch kein Buch mit sondern überlässt es dem Leser ob er sich das Buch holt um die Quelle studieren zu können.

7) Admin Funatiker schrieb am 17.12.2009 um 19:55 Uhr:

Kevinq such den Artikel im Mobil-Portal (mobil.abendblatt.de) und verlinke dies.

8) Admin Stefan Koch schrieb am 18.12.2009 um 16:23 Uhr:

Ich würde BPhoenix zustimmen. Lass den Verweis einfach so wie er ist, bei wissenschaftlichen Arbeiten liefert man auch kein Buch mit. Selbst wenn man aus einer Kurzarbeit zitiert, dann liefert man diese nicht mit, sondern nennt Titel und Autor, sodass die Leser es sich selbst besorgen müssen.

Würde ich einen Zeitungsartikel referenzieren, dann würde ich auch nur den Autor (falls angegeben), die Zeitung, das Datum sowie den Titel des Artikels angeben.

Kommentar schreiben

Name (erforderlich)

(Bitte den Code auf dem Bild in das danebenstehende Feld eintragen)