Breitband-Internet für alle Bundesbürger bis spätestens Ende 2010

Internet   Admin Matthias Schleusener    18.2.2009, 14:53 Uhr  

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„Was lange währt, wird endlich gut.”

Das dürfte sich so mancher denken, der ohne DSL oder nur mit DSL-light ins Internet geht.

Seit heute steht es fest: Bis Ende 2010 sollen alle deutschen Haushalte mit Breitband-Internet versorgt sein.
Ein entsprechender Beschluss wurde heute von der Bundesregierung verabschiedet.

„Die flächendeckende Verfügbarkeit von leistungsfähigen Breitbandanschlüssen bis Ende 2010 ist wichtigstes Ziel der Breitbandstrategie”, so die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner.

Bislang sah die Lage so aus, dass sich das Hochgeschwindigkeits-Internet zwar in den Ballungsgebieten rasant verbreitete, ländliche Gegenden profitierten jedoch nicht davon.

Der Beschluss umfasst unter anderem auch ein Maßnahmenpaket, wie dies realisiert werden soll.
So soll der Ausbau von DSL und die Nutzung von Kabelfrequenzen weiter voran getrieben werden. Die nutzung von Radiofrquenzen, welche nach der Digitalisierung des Radios frei geworden sind, sollen ins besondere in ländlichen Regionen als Zugangsweg in Betracht kommen.

„Heute stehen noch allzu oft hochleistungsfähige Anschlüsse in Ballungsgebieten, fehlenden Breitbandanschlüssen in ländlichen Räumen gegenüber”, so die Ministerin.

Weiterhin sieht der Plan vor, dass die Versorgung von 75 Prozent der Haushalte mit hochleistungsfähigen Breitbandanschlüssen (mindestens 50 Megabit pro Sekunde) ein angestrebtes Ziel sei. Allerdings müssten zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass überall auf dem Land überhaupt breitbandiges Internetsurfen möglich ist.

Zumindest zeigt dies, dass nun auch die Bundesregierung begriffen hat, dass eine leistungsfähige Internetanbindung nicht mehr nur für den Verbraucher wichtig ist, sondern, dass dies inzwischen auch zu einem wichtigen Standortfaktor geworden ist.

Quelle: winfuture.de

Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin skoch schrieb am 18.2.2009 um 18:59 Uhr:

Wie ist dies eigentlich dann beim Breitband? Gibt es da Förderungen für die Anbieter? Die Post z.B. hat ja eine Zustellungspflicht (muss jeden Haushalt mit Post beliefern), dafür erhalten sie aber auch Steuerersparnis. Gibt es sowas beim Internet dann auch?

2) Admin Matthias Schleusener schrieb am 19.2.2009 um 12:46 Uhr:

Da wird es sicherlich derartige Programme für geben.
Allerdings dürfte dies auch lediglich für einen Anbieter zum Problem werden.
Denn der überwiegende Teil der verbauten Leitungen gehören der Telekom. Daher dürfte für dieses Unternehmen die Kostenbelastung für den Ausbau des Breitbad-Internets am größten sein.

Inwiefern der Konzern auf entsprechende Förderungen angewiesen ist, bzw. ob und in welcher Höhe die T-Com diese in Anspruch nimmt, ist bis jetzt nicht bekannt.