US-Gericht verbietet Microsoft WordAuf Grund einer Klage des kanadischen Unternehmens i4i Inc. habe ein Gericht im US-Bundestaat Texas Microsoft nun verboten, Word in den Vereinigten Staaten weiterhin zu vertreiben. Microsoft sei untersagt worden, ein Word zu verkaufen das in der Lage ist .xml, .docx oder docm-Dateien zu öffnen. Microsoft verletze dabei das Patent das Lesen von XML-Dateien von i4i. Microsoft müsste innerhalb von 60 Tagen Word vom Markt nehmen oder die patentierte Technologie entfernen, wogegen Microsoft nun natürlich in Berufung gehen will.
Kommentare/Trackbacks lesen1) Funatiker schrieb am 12.8.2009 um 11:22 Uhr:
WOW! Wenn das nicht mal ne Top-Headline ist! Das wird sich sicher wie ein Lauffeuer durch die Gegend twittern! | 2) Stefan Koch schrieb am 12.8.2009 um 12:45 Uhr:
Auch wenn es sich dabei um Microsoft handelt, zeigt es doch nur, wie abartig Software-Patente sind und dass man so etwas nicht mehr annehmen darf.
Wer sich das Patent selbst einmal ansehen will: http://tinyurl.com/5-787-449
Bei futurezone liest man übrigens Folgendes: "Nick Eaton, Journalist beim "Seattle Post-Intelligencer", glaubt, dass Microsoft eine Berufungsverhandlung gewinnen wird. Microsoft selbst steht auf dem Standpunkt, keine Patentverletzung begangen zu haben. Es kommt bei US-Patentstreitigkeiten häufig vor, dass kleine Firmen Großkonzerne bei Provinzgerichten klagen, da diese nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, um die komplexen technischen Fragen behandeln zu können."
http://futurezone.orf.at/stories/1623830/ | 3) Stefan Koch schrieb am 12.8.2009 um 12:48 Uhr:
Hier übrigens noch eine schöne Statistik zur Patentinflation:
http://www.piratenpartei.de/politik/patente/patentin flation | 4) BPhoenix schrieb am 12.8.2009 um 13:18 Uhr:
Geile Sache und ich hoffe, dass Microsoft diesen Prozess gnadenlos verliert!
Denn Microsoft ist mitunter einer der größten Unterstützer von Software Patenten, es wäre wirklich mehr als gerecht, wenn die ihr gesamtes Officepaket einstampfen müssten und so ggf. dadurch Millionen oder Milliardenschaden nehmen, womöglich überdenken sie das ganze mit den Softwarepatenten dann irgendwann noch einmal!
Wobei ich fast glaube, dass Microsoft sicher auch wegen ihrer Position den Prozess gewinnen könnte... | 5) DJH schrieb am 12.8.2009 um 15:30 Uhr:
Vielleicht wachen jetz mal einige Komiker da drüben auf, wenn sie plötzlich keine Textverarbeitungsprogramme mehr kriegen. Vielleicht checken die Zuständigen jetz mal, dass das, was da Gang und Gäbe ist, absoluter Schwachsinn ist. Und vielleicht blickt man in der EU auch mal, dass man bei weitem nicht alles, was es in den USA gibt, übernehmen muss.
Ich glaubs eher nicht. | 6) Alex (realEuro) schrieb am 14.8.2009 um 23:40 Uhr:
Da die ja wahrscheinlich alle keine Alternativen haben neben Microsoft können Sie keine Texte mehr verarbeiten - könnte man meinen.
Aber da diese Einrichtungen ja eh immer Jahre alte Software verwenden, bekommen Sie das wahrscheinlich erst gar nicht mit :D . | 7) BPhoenix schrieb am 14.8.2009 um 23:58 Uhr:
Ich denke selbst wenn das Urteil durchgeht, werden die Kunden die Software weiterhin nutzen können, es ist lediglich Microsoft nicht erlaubt es weiter zu vertreiben. | 8) Stefan Koch schrieb am 18.8.2009 um 15:57 Uhr:
Interessante Sache: http://www.itwire.com/index.php?option=com_content&task=view&id=27021& Itemid=53
Wenn ich das richtig verstehe, wusste MS von dem Patent und hat darauf gehofft, dass die i4i übernehmen können oder so... Beim zweiten bin ich mir unsicher, aber zumindest vom Patent dürften sie gewusst haben. |
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