Es ist ein offenes Geheimnis, dass im Netz zahllose gecrackte Versionen von Windows Betriebssystemen im Umlauf sind. Die Pallette reicht dabei vom Uralt-System Windows 3.11 bis zum im September erscheinenden Windows7.
Doch diesem Treiben will der Redmonder Konzern offenbar bald ein Ende setzen.
Bisher schien der Konzern im Kampf gegen Raubkopien eher machtlos.
Zwar „nervte” das System bisher mit ständigen Aufforderungen, das system zu aktivieren, jedoch war es im vollen Umfang nutzbar.
Das könnte sich mit künftigen Windows-Versionen ändern. Denn der Konzern hat sich eine Technologie patentieren lassen, welche den Rechner in eine Schlafphase versetzt, die solange anhält, bis das System aktiviert wurde.
Eine entscheidende Rolle spielt dabei die systemeigene Update-Funktion. So erkennt diese, ob der verwendete Lizenzschlüssel gültig ist oder ob er von Microsoft gesperrt wurde.
Wer glaubt, man könne die Überprüfung durch das Windows-Update umgehen, der wird spätestens daran scheitern, wenn er versucht, neue Hardware-Treiber einzuspielen.
Jeder Hardware-Treiber enthält eine digitale Signatur. Versucht ein Benutzer einen Treiber auf einem „raubkopiertem” System zu installieren, so kann der Treiber nicht geladen und somit nicht installiert werden. Folglich können dann eventuell wichtige Hardware-Komponenten wie Tastatur, Maus oder Grafikkarte nicht angesprochen werden. Somit wäre das System nicht oder nur kaum nutzbar.
Allerdings birgt dieses Modell auch Risiken.
Würde es einem Hacker gelingen, in Systeme eines Unternehmens einzudringen und zu manipulieren, so wären die Folgen kaum abzuschätzen.
Doch der Redmonder Konzern geht noch einen Schritt weiter.
So denke man innerhalb des Unternehmens darüber nach, Windows-Systeme nur noch zu vermieten. So müsste der Benutzer regelmäßig eine Gebühr bezahlen, um das System nutzen zu können. Zahlt der Kunde die Gebühr nicht, so wird sein System mit der beschriebenen technik solange blockiert, bis der Betrag beglichen ist.
Allerdings ist an diesem Geschäftsmodell zu bezweifeln, dass sich der „Käufer” eines solchen „Miet-Systems” darauf einlassen würde.
1) skoch schrieb am 27.8.2009 um 09:50 Uhr:
Das wird entweder genauso laufen wie bei den ausufernden Kopierschutz-Maßnahmen von Computerspielen (es läuft später in der Originalversion oft nicht mehr) oder direkt wieder gecrackt werden.
MS bringt damit nur mehr Nutzer zu OpenSource. Und ihre weltweite Reichweite, v.a. in China, haben sie nur den Raubkopieren zu verdanken. Sollte es wirklich nicht mehr möglich sein, Windows zu cracken - was ich bezweifle -, dann steigt China auf Linux um.
Letztlich müsste man doch die Aktivierungsfrage einfach auf ein eigenes localhost-Script umleiten können, oder? Hat ja bereits beim IE7 funktioniert, welcher online seine WGA-Prüfung durchführen wollte. |
2) BPhoenix schrieb am 27.8.2009 um 10:56 Uhr:
Tja dann können sie sich ihr Windows auch sonst wo hin schieben. Wenn das kommt, steig ich endgültig komplett auf Linux um, der Hauptgrund für Windows und zwar die Computerspiele kann man mittlerweile sowieso vergessen, da es eben keine vernünftigen DRM freien Spiele mehr gibt...
Und ich bin nicht bereit auch nur einen Cent für DRM auszugeben!
Ich hoffe wirklich, dass es Hacker geben wird die ganze Firmennetzwerke dadurch lahmlegen und Microsoft ganz groß auf die Fresse fliegt! Abgesehen davon, dass die Firmen dann Microsoft gehörig eins auf den Deckel geben dürften würden sehr viele mit Sicherheit auf Linux umsteigen.
Ich denke Microsoft schaufelt sich damit ihr eigenes Grab... |
3) SammysHP schrieb am 27.8.2009 um 17:54 Uhr:
Seit wann müssen signierte Treiber online überprüft werden? Außerdem ist es auch möglich, nicht signierte Treiber zu verwenden - was ist mit denen? Ich spreche jetzt von Windows XP Pro.
Was machen Leute, die keinen Internetzugang haben? Die können keine Treiber installieren? Die können kein Windows benutzen? Man kann ja schlecht vor jeder Benutzung des PCs bei Microsoft anrufen?!
Die können sich eine Menge patentieren lassen - was davon angewendet wird, ist eine völlig andere Sache. Und selbst wenn sie es einbauen - zwei Tage später gibt es einen passenden Patch zum kostenlosen runterladen ;-)
Windows mieten? Das muss aber vom 1. April sein... *gg* |
4) Cocco schrieb am 07.9.2009 um 12:50 Uhr:
Jaja...... ich denke, so langsam müsste aber auch M$ merken, dass sie einen permanent steigenden Rückgang zu verzeichnen haben. Ich selbst bin vor einem Jahr auf MacOs umgestiegen und muss sagen, dass ich selten ein so stabiles und vor allem einfaches Betriebssystem gesehen habe. Ich nutze Windows nur noch für Programme, die es für Mac nicht gibt (leider sind das noch einige). Aber auch die Freeware und OpenSource Programme werden langsam mehr.
Ich denke nicht, dass M$ seine zunkünftigen OS vermieten kann - die Leute wollen / müssen zur Zeit sparen. Vielmehr sollte M$ seine Strategie ändern und Windows zu einem erschwinglichen Preis anbieten. Das Gleiche gilt für das Office Paket.
Dann würden viel mehr User das OS auch wirklich kaufen - aber eine Pro bzw. Ultimate Version für knappe 180 EUR. Nö. Vielen lieben Dank.
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5) BPhoenix schrieb am 07.9.2009 um 13:22 Uhr:
Mag ja sein, dass du auf dein Mac OS abfährst, aber die Windows Preise sind sogar human verglichen zu den Mac Preisen, da Mac genau so viel kostet. Gut die Upgrades sind billig aber dafür zahlt man beim Kauf von Mac Hardware, welche mit handelsüblicher Hardware größtenteils vollkommen identisch ist, gleich ein VIELFACHES drauf so, dass Mac trotz der billigeren Preise enorm viel mehr kostet. Ausserdem ist es Blödsinn das mit Ultimate zu vergleichen, vergleich das lieber mit Home Premium, die anderen sind eher für Geschäftskunden oder Leute die aus irgendeinem Grund irgendwelche Funktionen daraus brauchen, die aber > 99% der Privatuser niemals brauchen werden.
Wenn es um Preis geht ist lediglich Linux besser und Mac ganz eindeutig auf dem aller letzten Platz! |