SPECIAL: Die Welt nimmt Abschied von Michael Jackson

Die Welt   Admin Matthias Schleusener    08.7.2009, 01:59 Uhr  

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Es war wohl einer der bewegendsten Momente, den die Welt in den letzten Jahren erlebt hat.

Am 07. Juli 2009 um ca. 19 Uhr (MESZ) nahmen Angehörigen, Freunde und Fans noch ein Mal Abschied von ihrem Angehörigen und Idol.

Was viele Kritiker als opulentes Medienspektakel befürchteten, zeigte sich wohl als einer der emotionalsten Momente der Mediengeschichte.

So wurde das „Staples-Center” in Los Angeles, welches eigentlich eine Mehrzweckhalle für Großveranstaltungen darstellt, in eine Kathedrale verwandelt.

Auch wenn diese Zeremonie nicht bei allen Prominenten positiv ankam, erklärten sich dennoch zahlreiche Weltstars, die dem „King of Pop” die letzte Ehre erweisen wollten.

So erklärte Hip-Hop-Diva Queen Latifah Michael Jackson vor ca. 20.000 Gästen zum „größten Star auf Erden”.
Während der gesamten Zeremonie stand der Sarg mit den sterblichen Überresten der Pop-Ikone mit Rosen bedeckt direkt vor der Bühne aufgebahrt.
Bereits die Eröffnung durch den Andrae Crouch Gospel Choir mit dem Song „Soon and Very Soon” ließ die Konzerthalle des „Staples-Centers” vor dem Hintergrund eines lichtdurchfluteten Kirchenfensters wie eine Kathedrale wirken.

Als Zeichen der Ehrung traten Künstler auf die Bühne und trugen einzelne Songs vor, die den am 25. Juni verstorbenen Pop-Titan so berühmt machten.
So sangen Mariah Carey und Trey Lorenz den Song „I'll Be There”, mit dem Jackson gemeinsam mit seinen Brüdern als Jackson Five seine Karriere begonnen hatte.
Sein Bruder Jermain trug sichtlich bewegt für seinen Bruder den durch Charlie Chaplin bekannten Titel „Smile” vor.

Musik-Legende Stevie Wonder sagte über diesen Moment der Trauer:„Das ist ein Augenblick, von dem ich mir gewünscht hätte, dass er nie kommt.”

Als Oscarpreisträgerin Jennifer Hudson den Michael-Jackson-Song „Will You Be There” vortrug und am Schluss Original-Teile des Lieds mit Jacksons Stimme eingespielt wurden, dürften bei jedem, der die Zeremonie vor Ort oder im TV verfolgte, die Emotionen hoch gekommen sein.

Wie bewegend dies war, dürfte die Ansprache der US-Schauspielerin Brooke Shields gezeigt haben.
Sie beschrieb in ihrer Abschiedsrede die langjährige Freundschaft mit dem Künstler, den die Freundschaft zu ihr immer wieder mit der Geschichte des „Kleinen Prinzen” erinnert habe.

„Michael hat es nie zugelassen, dass ihn die Welt von seinen Träumen abbrachte”, so die Worte des Bürgerrechtlers Al Sharpton, ein langjähriger Freund der Familie. „Er kämpfte dagegen, andere Menschen seine Grenzen bestimmen zu lassen.”, so Sharpton weiter.

„Wir erinnern uns an diesen Mann und an alles, was er der Welt während eines halben Jahrhunderts an Liebe gebracht hat.” sagte der Reverend Lucious Smith vor den Trauergästen.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte US-Sänger Smokey Robinson Abschiedsgrüße von Soul-Diva Diana Ross und dem südafrikanischen Anti-Apartheidkämpfer und ehemaligem Präsidenten Nelson Mandela verlesen. „Michael war ein Gigant und eine Legende im Musikgeschäft”, ließ Mandela übermitteln, „meine Frau und ich trauern mit Millionen Menschen in der Welt.” Von Diana Ross hieß es: „Michael war meine Liebe - ein wunderbarer Teil meines Lebens.”

Auch fanden sich Persönlichkeiten ein, di9e den Erfolgsweg des Sängers maßgeblich mitgestalteten.
So waren unter anderem noch Basketballstar Kobe Bryant, Motown-Gründer Berry Gordy sowie Martin Luther King III, der Sohn des ermordeten gleichnamigen US-Bürgerrechtlers anwesend.

Jacksons langjährige Vertraute Elizabeth Taylor wohnte der Veranstaltung unerwarteterweise nicht bei.
Als Erklärung gab sie im Kurzmitteilungsdienst Twitter bekannt:„Ich bin gebeten worden, im Staples Center zu sprechen. Ich kann nicht Teil dieses öffentlichen Traras sein. Ich liebe ihn zu sehr.”

Noch vor der öffentlichen Trauerfeier hatte bereits die Familie des „King of Pop” auf dem Forest Lawn Friedhof von ihrem Familienmitglied im ensten Kreis Abschied genommen.

Von diesem wurde der Leichnam des Stars anschließend in einem abgeschirmten Konvoi in das Staples-Center gebracht.

Neben zahlreichen geladenen Gästen hatten auch ca. 17.500 Fans Tickets für die Veranstaltung durch eine Lotterie-Verlosung erhalten.
11.000 Fans konnten direkt ins Staples-Center. Die übrigen 6.500 Fans konnten die Zeremonie zumindest auf einer Leinwand im gegenüber liegenden Theater verfolgen. Bereits im Vorfeld hatte die Familie Jackson 9.000 Karten für geladene Gäste reserviert.

Nicht nur, dass Jackson bereits zu Lebzeiten dafür bekannt war, alle Rekorde zu brechen (z.B. meistverkauftes Album „Thriller” - ca. 150 Mio. Mal), so gelang ihm dies sogar nach seinem Ableben mit seiner Trauerzeremonie.
Schätzungsweise sollen mehrere hundert Millionen die Veranstaltung live vor den TV-Geräten und als Stream im Internet verfolgt haben. Darunter auch Zuschauer in Deutschland.

In den USA wurden Kinos zu Public-Viewing-Orten umfunktioniert.
In Deutschland bekam man in der Berliner „O2 World” die Gelegenheit, die Trauerfeier unter tausenden Fans live zu verfolgen. Auch andernorts improvisierte man, um Möglichkeiten, des Public-Viewings zu schaffen.

Hintergründe zum Leben und den musikalischen Erfolgen des Sängers können hier nachgelesen werden.

Quellen und weitere Informationen:
n24.de
laut.de

Kommentare/Trackbacks lesen

1) naja schrieb am 08.7.2009 um 14:02 Uhr:

Ich finde dass da ein viel zu großes "tratra" betrieben wird...

Schließlich ist das auch nur ein Mensch wie jeder andere und nicht irgendwas besonderes...

2) naja schrieb am 08.7.2009 um 14:08 Uhr:

Das ganze klingt fast wie die Vermarktung des Todes eines ehemaligen Stars...

Obs bald Eintrittskarten für Beerdigungen gibt?

Außerdem finde ich Eilmeldung doch etwas unpassend, 1. ist das dafür zu spät und 2. läuft mir dieses getue als wäre er etwas Besonderes regelrecht zu wieder...

3) sign schrieb am 08.7.2009 um 14:38 Uhr:

er war natürlich nichts besonderes. ein ganz normaler mensch, der sich nach glück und glücklich sein gesehnt hat. er hat ja oft genug von seiner gestohlenen indheit erzählt. wahrscheinlich dachte er einfach, dass er dieses glücklich sein in seiner kindheit gehabt hätte. ohne sorgen und verantwortung einfach in den tag leben. seine lieder waren so perfekt un ausergewöhnlich gut, dass irgend etwas fehlen musste! er war so auf das suchen nach der erfüllung seines lebens speziallisiert und hat trotzdem nichts gefunden. dadurch ist er so zerbrochen und bestand eigl nur noch aus einer leblosen hülle, die sich immer noch nach dem großen augenblick sehnte. natürlich ist das nur eine theorie und vielleicht auch schlecht beschrieben, aber so ungefär stell ich es mir vor!
ich hab einfach nur mitleid mit ihm!

4) S.W schrieb am 09.7.2009 um 11:12 Uhr:

Na wenigstens eine Sache hat er gut gemacht.
Möge er in Frieden ruhen...