Passagiere der "MS Columbus" müssen kurz von Bord

Die Welt   Admin Markus Thalmann    10.12.2008, 14:09 Uhr  

Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „MS Columbus” müssen kurz ihre Kreuzfahrt unterbrechen und bei Jemen von Bord gehen. Dies geschieht jedoch nicht ohne Grund: Die Reederei findet die Fahrt mit den Gästen durch den Golf von Aden zu gefährlich. Dort wurden in den letzten Wochen und Monaten schon viele Schiffe von Piraten überfallen. Bereits letzten Freitag hatte Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten erklärt, keine Passagiere durch den Golf von Aden zu befördern, solange die Lage dort unverändert bleibt.

Bei Jemen verließen heute die Urlauber und einen Großteil der Besatzung das Schiff und flogen nach Dubai. Die „MS Columbus” fährt währenddessen nur mit minimaler Besatzung durch das gefährliche Gebiet. Nach einem Besuch in einem 5-Sterne-Hotel sollen die Passagiere und Crewmitglieder dann mit einem gecharterten Flugzeug in den Oman fliegen, wo sie dann wieder an Board gehen können.

Andere Reedereien mieden den Seeweg allerdings nicht. Beispielsweise fuhr die „MS Deutschland” durch das kritische Gebiet, jedoch 400 Seemeilen an der Küste entlang. Zudem hielt das Brückenwachteam Kontakt zu den dort stationierten Marineverbänden.

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Quelle: heute.de

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