Menschen schlagen Computer im Pokern

Die Welt   Admin Marko Stange    30.8.2007, 21:35 Uhr  

Die US-Profis Phil Laak und Ali Eslami gewannen nach einem rund zweitägigem Spiel im Juli gegen den von der University of Alberta entwickelten Pokercomputer Polaris. Dabei wurden in vier Sitzungen insgesamt 1995 Hände $10/$20 Limit im bekanntesten Pokerspiel Texas Hold’em gespielt. Um den Glücksfaktor einzudämpfen, wurden jeweils zwei parallele Heads up-Matches mit umgekehrter Kartenverteilung gespielt. Die menschlichen Spieler gewannen allerdings nur knapp, sie erzielten ein Plus von 395 $.

Laak und Eslami erhielten pro gewonnener Partie 5.000 Dollar (3600 Euro). Für Profispieler ist dies eher eine geringe Summe, aber beide reizte nach eigenen Angaben der wissenschaftliche und technische Aspekt dieser Demonstration Mensch gegen Maschine.

Das Spiel fand in Vancouver am Rande eines Kongresses über künstliche Intelligenz statt, zu dem mehr als tausend Forscher aus aller Welt zusammenkamen. Die Auseinandersetzung wurde in Insiderkreisen mit dem legendären Match zwischen Schach-Weltmeister Garry Kasparow und den Computer Deep Blue 1997 verglichen.

Diese Entwicklung bringt jedoch auch enorme Nachteile mit sich und die Freude über den menschlichen Erfolg wird wider einmal vermindert. Wie so oft knackten Hacker vereinzelt den Code eines solchen Computerprogrammes und setzten Teile des Codes in Pokerbots ein. Diese illegalen Bots können somit bei diversen Onlinecasinos eingesetzt werden, um lukrative Gewinne zu erzielen. Die Onlinecasinos können sich gegen solche Attacken allerdings nur schwer zur Wehr setzen.

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