Hoch Annelie bringt beinahe Rekordtemperaturen nach Deutschland

Die Welt   Admin Funatiker    05.7.2015, 15:27 Uhr  

ReTweet!

Das hätten die drei Kinder von Annelie Dehnert-Hilscher aus Kostanz nicht erwartet, als sie ihrer Mutter zum 90. Geburtstag die Benennung eines Hochdruckgebiets schenkten: Hoch Annelie beschert Deutschland einige Tage bei knapp unter 40°C. Schuld an der Hitzewelle ist auch das Tief Quintus, das Sahara-Luft nach Deutschland bringt. Nach knapp weniger als einer Woche wird kühle Luft aus dem Norden die Hitzewelle ablösen.

Mit bis zu 39,2°C wie im pfälzischen Bad Dürkheim bricht die Hitzewelle noch nicht die im August 2003 aufgestellte 40,2°C-Rekordmarke. Dennoch sorgten die bislang heißesten Tage des Jahres für Ausnahmezustände. Freibäder reagierten mit mehr Personal und längeren Öffnungszeiten. Auf Autobahnen zum Meer kam es zu bis zu 30 Kilometer langem Stau. Bei Heidelberg riss die Fahrbahndecke der A5. Tempolimits sollen die Autobahnen vor weiteren Schäden schützen.

Gerade bei Veranstaltungen im Freien verursacht die Hitze Notfälle: Bei einem Techno-Festival in Mainz kam zu 150 Einsätzen der Sanitäter. Fünf der Einsätze endeten im Krankenhaus. Bei einem Chorfestival in Trier wurden Kinder bewusstlos.

Eine große Gefahrenquelle stellen bei dieser Hitze geparkte Autos dar. Dies erkannte ein Familienvater, der die Autoscheibe einschlug, um sein vier Monate altes Kind aus dem Auto zu befreien. Weniger einsichtig zeigte sich ein 75jähriger Hundehalter, der seinen Hund im Auto vor einem Hockenheimer Supermarkt zurück ließ. Er reagierte erst nach mehreren Durchsagen im Supermarkt. Seinen Verstoß gegen den Tierschutz sah er nicht ein.

Vermutlich im Zusammenhang mit der Hitze steht auch der Tod eines 17jährigen, dessen Leiche am Freitag in einem Naturfreibad im Westerwald gefunden wurde. Die Kriminalpolizei geht von einem Badeunfall während des Freibadausfluges aus.

Die Explosion eines Sportbootes auf der Mosel ist vermutlich ebenso auf die Hitze zurückzuführen. Hierbei wurden drei Menschen verletzt.

Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin Funatiker schrieb am 21.8.2015 um 15:33 Uhr:

Liebe nexem-Leser,
leider wird dieser Artikel häufig von Spam-Kommentaren heimgesucht. Daher haben wir uns vorübergehend gegen eine Kommentarfunktion unter diesem Artikel entschieden.

Bei wichtigen Mitteilungen freuen sich unsere Redakteure jedoch auf direkte Mitteilungen!

Beste Grüße
Funatiker / nexem