Bundesweite Demonstrationen für bessere Bildung

Die Welt   Admin Torben Fritsche    17.6.2009, 20:54 Uhr  

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Im Rahmen der Aktionswoche des bundesweiten Bildungsstreiks 2009 vom 15. bis zum 20. Juni fanden am heutigen Mittwoch die Demonstrationen statt, an denen in insgesamt über 64 Städten mehr als 200.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende teilnahmen und zum Teil derzeit noch teilnehmen.

Schüler fordern dabei die Abschaffung des sogenannten Turboabiturs, das in vielen Bundesländern innerhalb von zwölf anstatt der früheren 13 Jahre zum Abitur führt - die Wirtschaft solle keinen Einfluss auf die Bildung haben. Besonders laut wird auch der Ruf nach einer Reformierung des dreigliedrigen Schulsystems, das die Lernenden schon im Alter von zehn Jahren auf Haupt-, Realschule und Gymnasium aufteilt, da so die Chancengleichheit beeinträchtigt sei.

Studierende kritisieren den Leistungsdruck, der durch die Bachelor- und Masterstudiengänge entsteht, und fordern eine Überarbeitung dieser. Ein großer Kritikpunkt sind auch die Studiengebühren, die vielerorts erhoben werden. Das Bildungssystem sei sozial höchst selektiv und bereite vielen Studentinnen und Studenten finanzielle Probleme oder schrecke gar von der Aufnahme eines Studiums ab. Darüber hinaus halte der Numerus Clausus oft von der Wahl des Wunschstudiums ab.

Schüler und Studierende fordern zudem beide mehr Mitspracherecht in der Schul- und Bildungspolitik und aktive Mitgestaltung an der Bildungseinrichtung. Die in den Schulen gewählte Schülervertretung habe zu wenig Rechte und Möglichkeiten, aktiv für die Schülerinnen und Schüler einzutreten.

Kommentare/Trackbacks lesen

1) Admin Stefan Koch schrieb am 17.6.2009 um 21:22 Uhr:

Ich fordere außerdem die Abschaffung inkompetenter Professoren.
http://tinyurl.com/mp652e
http://preview.tinyurl.com/mp 652e

Er darf ja eine eigene Meinung haben, aber er soll sich bitte anständig informieren, bevor er so etwas schreibt. Als Professor hat man ja schließlich auch Verantwortung.

2) Statistiker schrieb am 26.6.2009 um 11:05 Uhr:

"Turboabiturs"
Bei diesem Begriff musste ich schmunzeln. Ich kenne genug Leute die gerne nur 11 Jahre bis zum Abitur gelernt hätten. Wäre auch möglich, wenn man nicht so viele "schlechtere Schüler" mitschleifen würde. Es kennt ja jeder den Witz, warum manche 13 Jahre zur Schule gehen,.... Schauspielunterricht.

Die protestierende Menge ist auch verschwindend gering im Vergleich zur Schüleranzahl in Deutschland:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destati s/Internet/DE/Presse/pm/2009/02/PD09__066__211,templateId=renderPrint. psml

Deutschland geht unter. Dann gibt es nicht nur Dauerstudierende sondern auch Dauer-Schüler. Am Besten man fragt die Schüler selbst, ob sie in die nächste Klassenstufe versetzt werden wollen.

3) sign schrieb am 28.6.2009 um 15:10 Uhr:

ich muss selbst dieses s. g. "turboabitur" machen und ich finde, dass es nicht unbedingt nötig ist! wenn man einmal nicht lernt hat man schon probleme mitzukommen und ein thema machen wir manchmal nur zwei unterrichtsstunden. außerdem können wir keine austauschsjahre mehr machen, wodrauf sicher einige schon lust hätten.

4) Admin Torben Fritsche schrieb am 01.7.2009 um 10:38 Uhr:

„Bei diesem Begriff musste ich schmunzeln. Ich kenne genug Leute die gerne nur 11 Jahre bis zum Abitur gelernt hätten.“

Dann hätte ich dich mal gerne davon betroffen gesehen. Denn eine Lernzeitverkürzung heißt nicht auch eine Lehrplanverkürzung, folglich musst bis zu 10 den Stoff durch haben, den du sonst erst nach der 11 gelernt hättest. Damit aber nicht genug: Die G9er sollen in der Oberstufe Kurse mit den G8ern zusammen haben - lohnt sich ja auch, dadurch spart man Lehrer. Und wir dürfen nun das aufholen, was die G8er schon durchgenommen haben. Super organisiert, nicht?

Den Argumenten von sign kann ich voll zustimmen.

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