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Julia Klöckner reagiert mit Boykott der TV-Debatte auf Boykott der TV-Debatte

21.1.2016    215 Kommentare ReTweet!
ARD

Die CDU-Politikerin Julia Klöckner weigert sich an der TV-Debatte drei Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz teilzunehmen. Zuvor hatten die Ministerpräsidenten Dreyer und Kretschmann sich geweigert an den TV-Duellen teilzunehmen, solange Vertreter der Partei AfD in den Gesprächsrunden vertreten seien. Um Dreyers Teilnahme zu gewährleisten und somit eine möglichst breites Meinungsspektrum abzudecken, sah sich der SWR gezwungen, die Sendung nur auf amtierende Landtagsparteien zu beschränken.

Die CDU bezeichnete den Boykott Dreyers als „skandalöse Einflussnahme“. Klöckner reagierte mit Boykott der Sendung. Zustimmung erhält sie hierbei aus dem Umfeld der AfD. Parteikollege Patrick Schnieder schließt sich Klöckners Haltung an. Er hätte außer der Partei AfD gerne auch den bevorzugten Koalitionspartner FDP in der Sendung gesehen.

Nach Darstellung des SWR sei der ursprüngliche Plan gewesen, alle für einen Einzug in den Landtag aussichtsreichen Kandidaten einzuladen. Außer den jetzigen Landtagsparteien wären dies nach Umfragen von Infratest dimap Linke (RLP: 5%, BW: 3%), FDP (RLP: 5%, BW: 6%) und AfD (RLP: 8%, BW: 10%) gewesen. Die Absage der Ministerpräsidenten hätte eine Nicht-Repräsentation von 31% der erwarteten Wähler bedeutet. Die letztlich ausgeschlossenen Kleinparteien kommen auf 18%. In Baden-Württemberg kämen die ausgeschlossenen Parteien auf zusammen auf 19%. Die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ liegt bei 28%.

Kritiker aus den Lagern der Parteien AfD und CDU werten die Repräsentation von 31% statt 18% der Wähler in Rheinland-Pfalz und 28% statt 19% als Zeichen für ein fragwürdiges Demokratieverständnis.

Flagge verwechselt: Türkische Nationalisten protestieren vor niederländischem Konsulat gegen Russland

07.12.2015    119 Kommentare ReTweet!

Ursprünglich wollte eine Gruppe türkischer Nationalisten zum russischen Konsulat marschieren, um dort gegen die russischen Bombardements im nördlichen Teil Syriens zu protestieren. Hierzu marschierten die Demonstranten entlang der Istiklâl Caddesi in Istanbul. In dieser Straße befindet sich tatsächlich das russische Konsulat.

Am 20. November 2015 skandierten die türkischen Nationalisten jedoch vor dem niederländischen Konsulat. Der zuständige Konsul Robert Schuddeboom berichtet, dass es öfter zu dieser Verwechslung komme. Beim vorliegenden Fall sollen die Demonstranten auch mit Eiern auf das vermeintlich russische Konsulat geworfen haben.

Die Verwechslung der beiden nah zueinander gelegenen Konsulate lässt sich wohl mit den sehr ähnlichen Flaggen erklären: Die niederländische Flagge ist rot-weiß-blau, die russische Flagge ist weiß-blau-rot. Türkische Nationalisten attackierten außerdem am 4. Juli eine Gruppe Koreaner, die sie für Chinesen und somit für die vermeintlichen Unterdrücker der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hielten. Am 8. September wurde ein türkischer Nationalist von seinen Gesinnungsgenossen als angeblicher PKK-Anhänger verprügelt.

NSA bettelt mit Welpen- und Herzchen-Karten um Beliebtheit

29.9.2015    91 Kommentare ReTweet!
Wappen USA

Der in die Kritik geratene US-Geheimdienst NSA bietet auf der eigenen Website zur Zeit Karten zum Love Note Day an. Dabei wird offenbar um die öffentliche Sympathie geworben, die die US-Behörde in den letzten Jahren einbüßen musste.

Die Karten sind mit verschiedenen Wortspielen geschmückt und werben für diverse Initiativen des Geheimdienstes. Fast alle der Karten sind mit Herzchen verziert. Eine der Karten wirbt mit „Welpenliebe“ und spielt damit auf im Hauptquartier des Geheimdienstes lebende Hunde an. Es bleibt fraglich, ob die NSA mit dieser Strategie zu einer Zeit punkten kann, zu der Menschen philosophieren, ob das Internet Katzen nicht nur mag sondern sogar aus ihnen besteht.

Hoch Annelie bringt beinahe Rekordtemperaturen nach Deutschland

05.7.2015    2 Kommentare ReTweet!

Das hätten die drei Kinder von Annelie Dehnert-Hilscher aus Kostanz nicht erwartet, als sie ihrer Mutter zum 90. Geburtstag die Benennung eines Hochdruckgebiets schenkten: Hoch Annelie beschert Deutschland einige Tage bei knapp unter 40°C. Schuld an der Hitzewelle ist auch das Tief Quintus, das Sahara-Luft nach Deutschland bringt. Nach knapp weniger als einer Woche wird kühle Luft aus dem Norden die Hitzewelle ablösen.

Mit bis zu 39,2°C wie im pfälzischen Bad Dürkheim bricht die Hitzewelle noch nicht die im August 2003 aufgestellte 40,2°C-Rekordmarke. Dennoch sorgten die bislang heißesten Tage des Jahres für Ausnahmezustände. Freibäder reagierten mit mehr Personal und längeren Öffnungszeiten. Auf Autobahnen zum Meer kam es zu bis zu 30 Kilometer langem Stau. Bei Heidelberg riss die Fahrbahndecke der A5. Tempolimits sollen die Autobahnen vor weiteren Schäden schützen.

Gerade bei Veranstaltungen im Freien verursacht die Hitze Notfälle: Bei einem Techno-Festival in Mainz kam zu 150 Einsätzen der Sanitäter. Fünf der Einsätze endeten im Krankenhaus. Bei einem Chorfestival in Trier wurden Kinder bewusstlos.

Eine große Gefahrenquelle stellen bei dieser Hitze geparkte Autos dar. Dies erkannte ein Familienvater, der die Autoscheibe einschlug, um sein vier Monate altes Kind aus dem Auto zu befreien. Weniger einsichtig zeigte sich ein 75jähriger Hundehalter, der seinen Hund im Auto vor einem Hockenheimer Supermarkt zurück ließ. Er reagierte erst nach mehreren Durchsagen im Supermarkt. Seinen Verstoß gegen den Tierschutz sah er nicht ein.

Vermutlich im Zusammenhang mit der Hitze steht auch der Tod eines 17jährigen, dessen Leiche am Freitag in einem Naturfreibad im Westerwald gefunden wurde. Die Kriminalpolizei geht von einem Badeunfall während des Freibadausfluges aus.

Die Explosion eines Sportbootes auf der Mosel ist vermutlich ebenso auf die Hitze zurückzuführen. Hierbei wurden drei Menschen verletzt.

Die PARTEI tauscht Gratisausgabe von BILD gegen Titanic

03.11.2014    1 Kommentar ReTweet!
Spam (E-Mail)

Am kommenden Samstag, den 8. November 2014, lässt der Axel Springer Verlag wieder allen Haushalten in Deutschland eine Ausgabe von „BILD“ zustellen. Die satirisch angehauchte Partei „Die PARTEI“ nimmt dies zum Anlass, kostenlose Ausgaben des Blattes gegen eine Ausgabe der Satirezeitschrift „Titanic“ zu tauschen.

Der Umtausch findet am Samstag in mehreren Städten in der Bundesrepublik statt. In der Quelle sind genaue Orte und Zeiten angegeben. Der Charakter der Veranstaltungen unterschiedet sich von Stadt zu Stadt: In Berlin gibt es neben der Ausgabe der Titanic auch Glühwein. Der Tausch ist außerdem in eine Veranstaltung namens „Mauerevent“ eingebettet, die nach Angaben der Veranstalter auch „Mauerpropaganda“ beinhaltet.

Dass gerade die Zeitschrift „Titanic“ verteilt wird, ist wenig überraschend: „Die PARTEI“ ist im Wesentlichen eine Idee der Redaktion des Satireblattes und bezeichnet dieses Wahlweise als Sponsor oder offizielles Sprachrohr der Partei.

Auch andere Organisationen hatten durch Aktionen Kritik an der Aktion von „BILD“ geübt: Eine Druckerei verschenkte in der Vergangenheit etwa „Bitte keine BILD einwerfen“-Aufkleber. Die Webseite BILDblog rief etwa auf der Zusendung schriftlich zu widersprechen

Vicco von Bülow (Loriot) ist gestorben

23.8.2011    0 Kommentare ReTweet!

Im Alter von 87 Jahren starb der Komiker Vicco von Bülow (Loriot) am Starnberger See an Altersschwäche, lässt der Diogenes Verlag (Zürich) mitteilen. Die Beerdigung des am 22. August 2011 verstorbenen Unterhalters wird im engsten Familienkreis abgehalten. Seine Schauspielkollegin Evelyn Hamann verstarb bereits 2007.

Google Maps: Fußgängerin landet auf Straße und verklagt Google

31.5.2010    6 Kommentare ReTweet!
Google

Eine Frau aus Los Angeles will Google verklagen, weil sie einer Wegbeschreibung für Fußgänger bei Google Maps gefolgt ist und dabei auf einem Highway ohne Fußgängerwege gelandet ist.

Der Straße sei sie angeblich auf der Mitte der Fahrbahn gefolgt und dabei von einem Auto angefahren worden.

Jetzt will sie dafür Google und den Autofahrer auf ihre Arztkosten verklagen. Der Vorfall soll sich in Park City (Utah) ereignet haben.

Tage nun kürzer wegen Erdbeben in Chile

02.3.2010    5 Kommentare ReTweet!
Statistik

Das Erdbeben am 27. Februar in Chile mit einer Stärke von 8,8 soll die Tage verkürzt haben.

Durch Veränderung der Erdrotation sollen die Tage nun 1,26 Mikrosekunden kürzer sein, als vor dem Erdbeben. Auch die Erdachse soll sich um rund 8 Zentimeter verschoben haben.

Beim Erdbeben bei Sumatra 2004 soll sich die Erdachse um etwa 7 Zentimeter verschoben haben.

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